Eidg. Reglement vom 31.1.2002 (Hinweis: Eine neue Verordnung ist in Arbeit.)
Zweiradmechaniker/innen warten, kontrollieren und reparieren Fahrräder und/oder Kleinmotorräder. Sie beraten die Kundschaft und bewirtschaften das Ersatzteillager.
Zweiradmechaniker/innen sind in einer von zwei Fachrichtungen tätig: Fahrräder und Kleinmotorräder. Berufsleute der Fachrichtung Fahrräder spezialisieren sich auf motorlose Zweiräder, Zweiradmechaniker/innen der Fachrichtung Kleinmotorräder (bis 125 ccm) befassen sich mit beiden Fahrzeugtypen.
Den Hauptteil ihrer Arbeitszeit verbringen Zweiradmechaniker/innen beider Fachrichtungen in der Werkstatt. Sie führen vor allem Servicearbeiten und Funktionskontrollen durch. Sie unterhalten z.B. Elektrofahrräder, suchen mit Messgeräten Störungen an elektrischen Anlagen und beheben sie. Immer seltener führen sie Reparaturarbeiten aus, da defekte Einzelteile aus Kostengründen oft ersetzt statt geflickt werden. Sie beherrschen aber die nötigen Techniken wie Sägen, Schweissen oder Gewindeschneiden, um nicht mehr erhältliche Teile selber zu reparieren oder herzustellen.
Zweiradmechaniker/innen der Fachrichtung Fahrräder testen und justieren bei Servicearbeiten z.B. die Gangschaltungen von Velos und wechseln Bremskabel und Bremsklötze aus. Sie kontrollieren die Radlager, zentrieren die Räder, reinigen das Lenkkopflager, überprüfen das Tretlager und schmieren alle beweglichen Teile. Ausserdem führen sie Aufträge nach speziellen Kundenwünschen aus. Sie optimieren beispielsweise Fahrradfederungs- und Bremssysteme, montieren andere Lenker und Sättel sowie Zubehör oder bauen nach Mass ganze Fahrräder selber zusammen.
Auch im Bereich der Kleinmotorräder überwiegen die Wartungsarbeiten. Zweiradmechaniker/innen der Fachrichtung Kleinmotorräder überholen beispielsweise Roller für die Motorfahrzeugkontrolle. Sie führen entsprechende Messungen durch und beurteilen Mängel an Fahrwerk, Motor, Treibstoffanlagen, Antrieb, Bremsen und Fahrzeugelektronik. Diese beheben sie fachgerecht oder wechseln die entsprechenden Teile aus.
Da den Werkstätten meist eine Verkaufsstelle angeschlossen ist, übernehmen Zweiradmechaniker/innen auch Kundenberatungen. Sie informieren die Kundschaft zu Vor- und Nachteilen der verschiedenen Zweiräder sowie zu technischen Neuerungen. Ausserdem bewirtschaften sie das Ersatzteillager und nehmen die nötigen Bestellungen vor.
Eidg. Reglement vom 31.1.2002 (Hinweis: Eine neue Verordnung ist in Arbeit.)
3 Jahre
In einem Fahrradspezialgeschäft / Kleinmotorradgeschäft
1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Naturwissenschaftliche Grundlagen (Physik / techn. Rechnen, Stoffe / Ökologie), Zweiradtechnik (Branchenkunde, Fahrwerk, Kraftübertragung, Motor, Elektrotechnik), techn. Darstellungen (techn. Zeichnen, elektrische Schaltpläne)
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Lernende der Fachrichtung Kleinmotorräder erwerben während der Grundbildung einen Führerausweis der erforderlichen Motorradkategorie.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Gelernte/r Zweiradmechaniker/in (Fahrräder)" bzw. "(Kleinmotorräder)"
Angebote des Schweiz. Fahrrad- und Motorrad-Gewerbe-Verbands SFMGV und von Berufsfachschulen
Fahrrad- und Motorradmechanikermeister/in, Fahrradmechanikermeister/in
z.B. Techniker/in HF Maschinenbau
z.B. Bachelor of Science (FH) in Automobiltechnik, Bachelor of Science (FH) in Maschinentechnik
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...