Verordnung vom 8.9.2005
Zollfachmänner und -frauen überprüfen die Ein- und Ausfuhr von Handelswaren, kontrollieren die Zollanmeldungen, setzen Zölle, Mehrwertsteuer und andere Abgaben fest. Sie sind für die Einhaltung der schweizerischen Gesetze und Verfahren verantwortlich.
Zollfachfrauen stehen täglich in Kontakt mit Menschen aus allen
Ländern. Sie sorgen für die Umsetzung der schweizerischen Aussenhandelspolitik an der Grenze und vollziehen die bei der Ein-, Aus- und Durchfuhr massgebliche Gesetzgebung. Sie kontrollieren die eingeführte Handelsware anhand der Beschreibung, die elektronisch oder in Papierform vorliegt, und vergleichen die Zolldeklaration mit den Begleitpapieren wie Handelsrechnungen, Lieferschein, Frachtbrief und Ursprungszeugnis. Erfolgt keine Intervention, kann die Spediteurin oder die Person, welche die Fracht begleitet, annehmen, dass diese korrekt ist, sonst müssen Unstimmigkeiten geklärt und bereinigt werden.
Zollfachmänner stellen fest, ob alle Angaben übereinstimmen. Dies
erfordert umfassende Waren- und Materialkenntnisse über Rohstoffe und Produkte, damit sie die unterschiedlichen Materialien und Verarbeitungen erkennen und die Produkte der entsprechenden Zolltarifnummer zuordnen können. Zolltarifnummer, Ursprung und Gewicht der Ware sind für die Höhe der Zollabgaben massgebend. So sind z.B. je nach Herkunftsland andere Zollansätze und für bestimmte Waren besondere Abgaben zu bezahlen. Auf Grund des ermittelten Warenwertes wird bei der Einfuhr auch die Mehrwertsteuer erhoben.
Zollfachfrauen vollziehen die gesetzlichen Aufgaben sachkundig,
und rasch. Sie beachten die geltenden Gesetze. Manchmal überprüfen sie Waren auch direkt auf Lastwagen oder in Frachthallen. Mit diesen Stichprobenkontrollen vor Ort schützen sie Schweizer Konsumentinnen vor Markenfälschungen, gesundheitsschädigenden Produkten und allfälligen Seuchen. Sie überprüfen zudem, ob die Umweltvorschriften zu Industriegütern und Sondermüll eingehalten werden. Dafür pflegen sie engen Kontakt zu Analyselabors, Pflanzenkontrolleurinnen, Tierärzten und Rechtsexpertinnen. Firmen, die regelmässig Güter verzollen, treffen mit der Zollverwaltung meist eine spezielle Vereinbarung für den Ort der Abfertigung. Dies ermöglicht der Schweiz, auch als Nicht-EU-Mitglied, die Grenzformalitäten zu vereinfachen.
Zollfachmänner stehen im Dienste der Öffentlichkeit und arbeiten
mit den übrigen Zollbeteiligten, mit kantonalen und nationalen
Fachstellen und Spezialisten zusammen. Sie sind meist im Büro
tätig und durch moderne Kommunikationsmittel mit den Kunden
verbunden.
Bei Prüfungsantritt erforderlich:
oder einer gymnasialen
Matura
oder
Abschluss einer 3-jährigen
Grundbildung im kaufmännischen
oder technischen Bereich
und
- Bestandene Zwischenprüfung
und positive Beurteilung durch
die Zollstelle
Zusätzlich:
- Bürgerrecht der Schweiz oder
des Fürstentums Liechtenstein
oder Niederlassungsbewilligung
C
- Alter: 18 - 32 Jahre
- Sehr gute mündliche und
schriftliche Deutsch- und Französischkenntnisse
sowie gute
Kenntnisse einer weiteren
Landessprache
- Fahrausweis Kat. B oder Bereitschaft
zum Erwerb innerhalb
von 2 Jahren
Verordnung vom 8.9.2005
Die für die Prüfung erforderlichen
Qualifikationen werden in
der Regel in Form von Kursen
erworben. Reglement und
Wegleitung sind bei der Oberzolldirektion
erhältlich.
Die theoretische Ausbildung
erfolgt im Ausbildungszentrum
der Zollverwaltung in Liestal,
die praktische Ausbildung direkt bei einer Zollstelle an der
Grenze oder im Inland
Insgesamt: 2 Jahre
Ausbildungszentrum Liestal
(total 31 Wochen)
- 7 Praktika bei einer Zollstelle
(total 71 Wochen)
- Berufsprüfung (total 2 Wochen)
Geprüfte Fächer
Technologie, Tarifauslegung,
Tarifanwendung, Zollveranlagungsverfahren,
Zollstrafverfahren
"Zollfachmann/-frau mit eidg.
Fachausweis"
Angebote durch die Oberzolldirektion
Einsatz in verschiedenen Gebieten
der Schweiz
bei Zollämtern, Kreisdirektionen
oder bei der Oberzolldirektion
(je nach Bedarf und
Qualifikation)
Dipl. Zollexperte/-expertin HF
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
und dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Medienparter: Basilisk
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...