Eidg. Verordnung vom 30.11.2007
Zahntechniker/innen arbeiten in Dentallabors. Sie befassen sich mit der Herstellung von künstlichem Zahnersatz und kieferorthopädischen Apparaten. Sie leisten feinhandwerkliche Präzisionsarbeit.
Bei einem teilweisen oder ganzen Ersatz eines Zahns oder einer Brücke ist eine Massanfertigung erforderlich. Damit diese bei der Patientin keine Beschwerden verursacht, muss sie genau auf deren Gebiss und Kiefer abgestimmt sein. Da geht es oft um Hundertstel Millimeter. Die Arbeit der Zahntechnikerinnen beginnt mit dem von der Zahnärztin gelieferten Abdruck des schadhaften Gebisses. Daraus formen sie ein Gipsmodell, das ihnen als Arbeitsmodell dient. Die benötigten Kronen, Brücken, Stiftzähne, Teil- und Totalprothesen modellieren sie zuerst aus Wachs, dann erfolgt die definitive Fertigstellung mit Porzellan, Metall oder Kunststoff.
Zahntechniker verwenden heute für die Herstellung des Zahnersatzes z.T. zwar industriell vorgefertigte Zähne und führen computerisierte Arbeitsschritte durch. Dennoch bleibt ein grosser Anteil handwerklicher Feinarbeit: Bei jedem Zahnersatz ist es unerlässlich, dass die Zähne von der anatomischen Form, aber auch von der Farbe her, genau auf die natürliche Zahnreihe des Gebisses abgestimmt sind. Dies erfordert nicht nur gute Kenntnisse in der Anatomie, sondern auch ein geschultes räumliches Vorstellungsvermögen und ein Auge für feine Farbnuancen. Neben dem Zahnersatz stellen Zahntechniker auch kieferregulierende Zahnspangen her, die sie aus Draht mit einer Zange formen. Eine Aufgabe kann auch die Anfertigung eines teilweisen Zahnfleischersatzes sein.
Zahntechnikerinnen arbeiten meist sitzend und mit unterschiedlichen Materialien: Sie modellieren mit Wachs, bearbeiten Gips und Kunststoffe, tragen mit dem Pinsel Keramik auf, giessen und löten Gold, biegen Edelstahl und -metalle. Die von Zahnärztinnen in Auftrag gegebenen Arbeiten erledigen sie meist von der Planung bis zum Endprodukt selbstständig. Oft arbeiten sie parallel an mehreren Aufträgen. Ihre Tätigkeiten reichen von feiner, manueller und vor allem exakter Arbeit unter dem Mikroskop bis zu speziellen Arbeitstechniken. Neben Handwerkzeugen wie Zangen, Feilen und Pinsel benützen sie zahlreiche technische Geräte wie Mikromotoren, Schleif-, Fräs- und Bohrmaschinen, Lötapparate, hydraulische Pressen, Schmelz- und Giesseinrichtungen sowie Ultraschallreinigungsgeräte und nicht zuletzt - den Computer.
Bei der täglichen Arbeit ist die Beachtung von Richtlinien zum Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsschutz von grundlegender Bedeutung. Zahntechniker entsorgen z.B. Abfälle fachgerecht und beachten pflichtbewusst die Hygienevorschriften.
Je nach Schule unterschiedliche Bedingungen; in der Regel gilt:
Eidg. Verordnung vom 30.11.2007
4 Jahre
In einem Dentallabor
1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Abnehmbare Prothetik; Festsitzende Prothetik; Kieferorthopädie; Angewandte Naturwissenschaften; Hygiene, Arbeitssicherheit und Umweltschutz
zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Zahntechniker/in EFZ"
Angebote von Berufsverbänden, Dentalfirmen und weiteren fachspezifischen Anbietern wie z.B. DentBern oder der zahntechnischen Institute von Universitäten
Fachmann/-frau VZLS
4 Fachrichtungen: Abnehmbare Prothetik inkl. Implantologie, Festsitzende Prothetik inkl. Implantologie, Modellguss, Kieferorthopädie (modulare Weiterbildung an der Höheren Fachschule für Zahntechnik HFZ, Bern)
Spezialist/in Zahntechnik mit eidg. Fachausweis
3 Fachrichtungen: Hybrid-Prothetik, Festsitzende Prothetik, Kieferorthopädie (an der HFZ, Bern)
Dipl. Zahntechnikermeister/in (in Überarbeitung) (an der HFZ, Bern)
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...