Eidg. Verordnung vom 8.5.2008
Winzer/innen pflegen Reben über das ganze Jahr. Sie sorgen für ein gesundes Wachstum der Weinstöcke, ernten die Trauben und verarbeiten sie zu Wein und Saft.
Die Arbeit im Weinberg beginnt für Winzer/innen im Februar oder März mit dem Rebschnitt als erster Massnahme zur Regulierung des Ertrags. Nach den ersten wärmeren Tagen binden sie das Tragholz an Stickel oder Draht. Die Kulturen bewässern, düngen und pflegen sie bedarfsgerecht. Neben den Reben benötigt auch der Boden eine intensive Pflege. Die meisten Rebberge werden begrünt oder mit organischem Material wie Rinde und Stroh bedeckt. Damit kann das Abschwemmen der Erde bei Gewittern verhindert und die Bodenfruchtbarkeit verbessert werden. Die Berufsleute schaffen ein gutes Blütenangebot für Nützlinge und bekämpfen Schädlinge möglichst wirksam und umweltschonend. Auf ein nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit der Natur sind besonders Winzer/innen mit Schwerpunkt Biolandbau spezialisiert.
Im Sommer lassen Sonne und Feuchtigkeit die Reben rasch wachsen. Für Winzer/innen fallen nun Arbeiten wie Erlesen, Heften, Einschlaufen und Entfernen von Nebentrieben an. Ausserdem untersuchen sie die Pflanzen auf Pilze und Schädlinge.
Speziell arbeitsintensiv ist die Zeit um die Weinlese von September bis ca. November. Der optimale Erntezeitpunkt dauert je nach Region und Wetter teilweise nur wenige Tage und muss von den Winzer/innen genau bestimmt werden. Zusammen mit Erntehelfer/innen lesen sie die Trauben vorwiegend in Handarbeit ab. Nach Regenperioden müssen dabei die faulen von den gesunden Beeren sorgfältig getrennt werden.
Für viele Winzer/innen bildet die Veredelung der Trauben bzw. die Bereitung eigener Weine und Säfte den Abschluss der Jahresarbeiten. Sie keltern, pflegen und kontrollieren die Produkte fachgerecht von der Pressung und Gärung über den Ausbau bis zur Flaschenabfüllung und Lagerung. Damit sichern sie die Lebensmittelqualität. Für eine anschliessende Vermarktung ihrer Produkte müssen sie die Anforderungen des Marktes kennen und auf Veränderungen flexibel reagieren können: Winzer/innen halten sich über aktuelle Anbau- und Weinveredelungstechniken sowie Geschmackstrends auf dem Laufenden.
Landwirtschaftliche Maschinen und moderne Technik im Weinkeller erleichtern ihnen die Arbeit. Viele Tätigkeiten erfolgen aber noch immer von Hand. Bei der täglichen Arbeit beachten sie nicht nur die Sicherheitsvorschriften, sondern schützen auch die Umwelt sowie ihre eigene Gesundheit, z.B. mit der richtigen Kleidung.
Eidg. Verordnung vom 8.5.2008
3 Jahre
In mind. 2 Lehrbetrieben (Rebbau und Kelterung)
mehrwöchige Blockkurse am Berufsbildungszentrum Wädenswil BZW
Berufsbezogene Fächer:
Pflanzenbau (z.B. Boden bearbeiten; Rebkulturen pflanzen, ernähren, pflegen; Beeren bzw. Trauben ernten und veredeln; Lebensmittelqualität sichern und Produkte verkaufen), Mechanisierung und technische Anlagen (z.B. Maschinen und Geräte einstellen und warten; Gebäude und Einrichtungen nutzen und unterhalten), Arbeitsumfeld, Wahlbereich
Die Grundbildung kann auch mit dem Schwerpunkt Biolandbau absolviert werden.
zu verschiedenen Themen
Weil die schulische Bildung in Blockkursen stattfindet, wird die Berufsmaturitätsschule meist erst im Anschluss an die Grundbildung besucht.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Winzer/in EFZ"
Angebote des Berufsbildungszentrums Wädenswil bzw. des Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen IUNR (ZHAW) und der École d'Ingénieurs de Changins (HES-SO)
Nach Abschluss der Grundbildung kann eine verkürzte, 1-jährige Grundbildung in einem anderen landwirtschaftlichen Beruf absolviert werden.
Winzer/in mit eidg. Fachausweis
Winzermeister/in, Weintechnologe/-login mit Meisterdiplom
Dipl. Agro-Techniker/in HF, Dipl. Agro-Kaufmann/-frau HF
Bachelor FH in Önologie, Bachelor FH in Landwirtschaft, Bachelor FH in Umweltingenieurwesen
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...