Eidg. Prüfungsordnung vom 4.10.2005
Speditionsfachleute organisieren weltweit den Transport von Gütern aller Art. Sie bestimmen die Wahl des Transportmittels, beraten die Kundschaft über die Transportkonditionen und unterbreiten ihnen ein Angebot.
Speditionsfachleute bewegen sich als kompetente Allrounder/innen im Umfeld des internationalen Speditionswesens. Sie sind für eine optimale Abwicklung von internationalen Transportgeschäften verantwortlich und kennen sowie beurteilen die Risiken und Absicherungsmöglichkeiten, die sich bei internationalen Gütertransporten auf der Strasse, auf der Schiene, auf dem Wasser und in der Luft ergeben können. Fachgerecht beraten sie die Kundschaft und präsentieren ihr für den gewünschten Transport das bestmögliche Angebot. Speditionsfachfrauen kennen sich bestens aus in logistischen Prozessen sowie in den Bereichen Beschaffung, Produktion, Distribution und Entsorgung. Sie können ihrer Kundschaft zudem Lösungen für die Lagerhaltung aufzeigen. Für die Abwicklung des internationalen Transportgeschäftes kaufen sie auch fremde Dienstleistungen ein und erarbeiten dazu das entsprechende Konzept. Ihre Auftraggeber/innen informieren sie ferner über Exportfinanzierung, Bankgarantien, Versicherungsfragen, Lagerkosten und Zollformalitäten.
Speditionsfachleute stehen mit anderen Transportunternehmen wie Bahn- und LKW-Betrieben, Flug- und Reedereiagenten im In- und Ausland ständig in Kontakt und führen mit ihnen Verhandlungsgespräche. Spezialisten von Banken und Versicherungen sind weitere Ansprechpartner bei der Abwicklung ihrer Geschäfte.
Speditionsfachleute wissen Bescheid über Handelsbeschränkungen, über Umsatz-, Export- und Importsteuern. Für den erfolgreichen Abschluss ihrer Geschäfte ist es zudem wichtig, über die rechtlichen Vorschriften des Speditionswesens sowie die juristischen, fiskalischen und versicherungstechnischen Regelungen der Partnerländer Bescheid zu wissen. Speditionsfachfrauen sind mit den Instrumenten des Marketings vertraut. Je nach Einsatzgebiet bahnen sie für ihre Firma im Ausland internationale Geschäfte an. Dabei müssen sie Besonderheiten der verschiedenen Wirtschaftsräume berücksichtigen, aktuelle Situationen und Bedingungen der Aussenwirtschaftspolitik erfassen und Tendenzen verfolgen.
Neben den Aufgaben rund um die Transportabwicklung befassen sich Speditionsfachleute mit dem Rechnungswesen. Sie führen und bilden Mitarbeitende und Lernende aus. Gute Fremdsprachenkenntnisse ermöglichen ihnen, immer wieder neue Aufgabengebiete wahrzunehmen.
Bei Prüfungsantritt erforderlich:
und
2 Jahre berufliche Praxis im internationalen Speditionswesen
oder
- Abschluss einer BBT-anerkannten 3-jährigen Grundbildung, einer Handelsmittelschule, einer gymnasialen Maturität oder Diplom einer Höheren Fachschule, Abschluss einer Fachhochschule oder Hochschule oder eines anderen Fachausweises aus einem branchenverwandten Teilbereich
und
2 Jahre berufliche Praxis mit Schwerpunkt internationale Transporte in Speditions- und Logistikfirmen oder im internationalen Handel.
Ohne Abschluss eines eidg. Fähigkeitszeugnisses muss ein Nachweis von 5 Jahren Berufspraxis mit Schwerpunkt internationale Transporte in Speditions- und Logistikfirmen oder im internationalen Handel erbracht werden.
Eidg. Prüfungsordnung vom 4.10.2005
Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in Kursen sowie in einem fakultativen Prüfungsvorbereitungsseminar erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind bei Spedlogswiss, Verband Schweiz. Speditions- und Logistikunternehmen erhältlich.
Spedlogswiss bietet Vorbereitungskurse im Modulsystem in Muttenz/Basel an.
3 Semester, berufsbegleitend.
Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre, Grundlagen des Marketings, Risikomanagement im Speditionsgeschäft I, Grundlagen der Logistik und Spedition, internationale Rahmenbedingungen und Aussenwirtschaftspolitik, Managementtechniken inkl. TQM, Grundlagen der Spedition inkl. IT und Aussenhandelsfinanzierung, Verhandlungsführung
"Speditionsfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis"
Angebote von Spedlogswiss sowie von Weiterbildungszentren und Fachhochschulen zu diversen Themen.
Speditionsleiter/in, Logistikleiter/in, Warehouselogistiker/in, Logistik-IT-Leiter/in, Betriebsleiter/in im Strassentransport
Betriebswirtschafter/in HF, Techniker/in HF Logistik usw.
Betriebsökonom/in FH (Bachelor of Arts/Science)
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...