Eidg. Verordnung vom 3.11.2008
Polymechaniker/innen fertigen Werkzeuge, Geräteteile und Produktionsvorrichtungen. Sie programmieren und bedienen Maschinen, überwachen die Produktion, nehmen Anlagen und Apparate in Betrieb und warten diese.
Polymechaniker beteiligen sich an der Entwicklung, Herstellung und Montage von Werkzeugen, Geräteteilen oder ganzen Produktionsanlagen. Je nach Betrieb, Tätigkeitsgebiet und Erfahrung übernehmen sie dabei unterschiedliche Aufgaben.
Zu den Haupttätigkeiten von Polymechanikerinnen gehört die Fertigung. Aufträge erledigen sie von Anfang bis Ende. Aus Metallen, z.B. Stahl, Chromstahl oder Aluminium sowie Kunst- oder Verbundstoffen stellen sie Werkzeuge, einzelne Bauteile oder Produktionsanlagen her. Bei der Einzelteilfertigung oder dem Prototypenbau arbeiten sie auf Dreh-, Fräs-, Bohr- und Schleifmaschinen. Meistens setzen sie aber computergesteuerte Maschinen ein. Diese programmieren sie gemäss den Konstruktionszeichnungen, wobei sie auch die Bearbeitungsschritte bestimmen. Sie wählen die benötigten Werkzeuge aus, bestücken die Maschinen damit und führen Testläufe durch. Sobald alles perfekt eingestellt ist, lassen sie die Produktion laufen, die sie ständig genau überwachen. Mit hochpräzisen Mess- und Prüfinstrumenten überprüfen sie schliesslich die Qualität der einzelnen Werkstücke.
In Absprache mit Ingenieuren und dem Team entwickeln Polymechaniker Konstruktionslösungen. Mit CAD-Programmen erstellen sie Zeichnungen und technische Unterlagen. Dabei beachten sie nicht nur technische Anforderungen, sondern suchen auch nach kostengünstigen Lösungen für Produktionsprozesse.
Weitere Aufgabengebiete von Polymechanikerinnen sind Montage und Inbetriebnahme von Geräten, Maschinen und Anlagen, oft direkt bei der Kundschaft. Gemeinsam mit anderen Fachleuten bauen sie mechanische, pneumatische, hydraulische und elektrische Teile zu einem funktionierenden Ganzen zusammen. Bei der Inbetriebnahme führen sie Tests durch. Sie nehmen Einstellarbeiten vor und führen die Mitarbeitenden in die Bedienung ein.
Polymechaniker übernehmen zudem Wartungen und Reparaturen. Nicht mehr funktionierende Maschinenteile reparieren oder ersetzen sie. Sie führen auch Unterhaltsarbeiten an Flugzeugen und Helikoptern durch. Bei ihrer Arbeit halten sie sich stets an Sicherheitsvorschriften: Sie tragen z.B. Schutzhandschuhe und -brillen. Sie schützen ihre Gesundheit und die Umwelt. Abfälle wie Altöl, Kühlwasser oder Metallspäne entsorgen oder recyceln sie richtig.
Eidg. Verordnung vom 3.11.2008
4 Jahre
In einem Betrieb der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) oder einem Lernzentrum
In den ersten 2 Bildungsjahren findet die Basis- und Ergänzungsausbildung statt. Im 3. und 4. Jahr wird eine Schwerpunktausbildung in mind. zwei Tätigkeitsgebieten des Ausbildungsbetriebs vermittelt.
1-2 Tage pro Woche an der Berufsfachschule (Profil G oder E, grundlegende bzw. erweiterte Anforderungen)
Berufsbezogene Fächer:
Technische Grundlagen (Mathematik, Informatik, Lern- u. Arbeitstechnik, Physik), techn. Englisch, Werkstoff- u. Fertigungstechnik, Zeichnungs- u. Maschinentechnik, Elektro- u. Steuerungstechnik, bereichsübergreifende Projekte
zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Polymechaniker/in EFZ"
Angebote von Berufsfach- und höheren Fachschulen, von Fachverbänden, von der Swissmem Kaderschule und von Swissmechanic/VMTW
z.B. Fertigungsfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis, Luftfahrzeugtechniker/in - Mechanik / Avionik mit eidg. Fachausweis, Automatikfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis, Technische/r Kaufmann/-frau mit eidg. Fachausweis
Industriemeister/in im Maschinen- und Apparatebau
z.B. Dipl. Techniker/in HF Maschinenbau, Dipl. Techniker/in HF Elektrotechnik, Dipl. Techniker/in HF Systemtechnik, Dipl. Techniker/in HF Mikrotechnik
Bei entsprechender schulischer Vorbildung, z.B. Bachelor FH in Elektrotechnik, Bachelor FH in Maschinentechnik, Bachelor FH in Mechatronik, Bachelor FH in Systemtechnik, Bachelor FH in Automobiltechnik
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...