Eidg. Verordnung vom 11.12.2006
Polygrafen und Polygrafinnen gestalten und bearbeiten am Computer Texte und Bilder für Drucksachen und elektronische Medien. Sie sorgen für ein sauberes Layout und bringen die Daten in eine druck- bzw. reproduktionsfähige Form.
Ob Geschäftsbericht, Modekatalog oder Tageszeitung, Internetseite oder CD-ROM: Polygrafen sorgen dafür, dass Drucksachen und elektronische Medien ein ansprechendes Layout haben und in der richtigen Datenform für die Weiterverarbeitung vorliegen. Damit bewegen sie sich an der Schnittstelle zwischen Kreation und Produktion. Sie bereiten am Computer Texte, Bilder, Grafiken und Illustrationen so auf, dass sie fehlerfrei, übersichtlich gegliedert und ästhetisch überzeugend sind. Ausserdem sind sie dafür verantwortlich, dass die Daten einwandfrei ausgedruckt oder auf einem Bildschirm dargestellt werden können.
Je nach erlernter Fachrichtung und Betrieb konzentrieren sich Polygrafinnen stärker auf die Gestaltung oder auf die technische Umsetzung. Die beiden Tätigkeitsfelder überschneiden sich aber.
Polygrafen der Fachrichtung Mediengestaltung befassen sich schwerpunktmässig mit der Konzeption und Gestaltung von Print- und Screenprodukten. Nach den Wünschen der Kunden oder auf der Grundlage vorgegebener Corporate Designs entwickeln sie eine Gestaltungsidee und erstellen Entwürfe, die sie danach umsetzen. Sie verfügen über vertieftes Fachwissen in Typografie, platzieren die Textelemente und bestimmen Schriftarten und -grössen sowie Zeilenbreiten und -abstände. Aufbereitete Texte und Bilder fügen sie zu einem stimmigen Ganzen zusammen und legen die Seitenumbrüche fest.
Polygrafinnen der Fachrichtung Medienproduktion sind spezialisiert auf die digitale Erfassung, Aufbereitung und Ausgabe von Daten. Die elektronischen oder eingescannten Daten übernehmen und konvertieren sie und bearbeiten sie mit speziellen Layout- und Bildbearbeitungsprogrammen. Aus den einzelnen Seiten erstellen sie die gesamte Druckform. Zum Schluss machen sie Kontrollkopien und schicken die Daten, wenn sie in Ordnung sind, an die Druckerei oder in die interne Weiterverarbeitung. Die Daten archivieren sie so, dass sie für weitere Verwendungen zur Verfügung stehen, also zum Beispiel Inhalte einer Broschüre auch für eine Internet- oder CD-ROM-Version genutzt werden können.
Der Arbeitsalltag von Polygrafen ist von Bildschirmarbeit geprägt. Eine wichtige Rolle spielt aber auch der Kontakt zu Kunden und weiteren Fachleuten der Medienproduktion.
Eidg. Verordnung vom 11.12.2006
4 Jahre
In Druckereien, Grafikateliers oder Werbeagenturen oder bei Multimedia-Dienstleistern
In den meisten Kantonen gilt:
Berufsbezogene Fächer:
Konzeption / Gestaltung, gestalterische Umsetzung, Informatik, Datenübernahme / -erfassung / -bearbeitung, multimediale Präsentation / Websites, Datenausgabe, Druckverfahren / Weiterverarbeitung, Qualitätsmanagement, Arbeitsvorbereitung, Sprachen
zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmittelschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Polygraf/in EFZ"
Angebote von Berufsfach- und Fachschulen, von Hochschulen für Gestaltung und von Berufsverbänden
Typografische/r Gestalter/in für visuelle Kommunikation mit eidg. Fachausweis, Techno-Polygraf/in mit eidg. Fachausweis, Druckkaufmann/-frau mit eidg. Fachausweis, Korrektor/in mit eidg. Fachausweis, Multimedia-Koordinator/in mit eidg. Fachausweis
z.B. Dipl. Fachmann/-frau Druckindustrie und Verpackung
Dipl. Techniker/in HF Polygrafie, Dipl. Techniker/in HF Medienwirtschaft und Medienmanagement
Bachelor FH in Medieningenieurwesen, Bachelor FH in Visueller Kommunikation
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...