Eidg. Verordnung vom 13.8.2009
Polydesigner/innen 3D sind Fachleute für dreidimensionale Gestaltung. Sie entwickeln nach Kundenwünschen Gestaltungsideen für Verkaufs- und Veranstaltungsräume, Ausstellungen und Messestände, planen und organisieren das Projekt und sind für die Realisierung zuständig.
Mit ihrem Können setzen Polydesigner/innen 3D Produkte und Dienstleistungen ins rechte Licht und fördern damit den Verkauf. Mit verschiedenen Gestaltungstechniken und einem sicheren Gefühl für Formen und Farben gestalten sie Schaufenster, Verkaufs- und Veranstaltungsräume, Messestände und Fassaden. In ihrer kreativen Arbeit müssen sie räumliche, technische, ökonomische und ökologische Vorgaben berücksichtigen.
Im Beruf werden die drei Schwerpunkte Kreation, Realisation und Styling unterschieden:
Polydesigner/innen 3D mit Schwerpunkt Kreation befassen sich vorwiegend mit der Entwicklung von Ideen und Konzepten. Mit Hilfe von digitalen Gestaltungsprogrammen visualisieren sie ihre Ideen und erstellen Pläne. Mit kommunikativem Geschick präsentieren sie ihren Auftraggebenden die Konzeptidee, gehen auf Änderungswünsche ein und setzen sie um. Sie erstellen Skizzen, Pläne, Fotomontagen, Modelle, Prototypen und die für die Produktion benötigten digitalen Daten.
Das Anfertigen von Plänen und Visualisierungen am Computer gehört auch zu den Aufgaben von Polydesigner/innen 3D mit Schwerpunkt Realisation. Die handwerklichen Arbeiten stehen in ihrem Beruf jedoch im Vordergrund. Beim Bau von Gestaltungselementen verarbeiten sie Werkstoffe wie Textilien, Holz und Kunststoffe etc. und setzen dazu verschiedene Werkzeuge ein. Sie planen die Arbeitsabläufe, beschaffen die benötigten Materialien und erstellen bei Bedarf Prototypen. Auch die Montage, Demontage und umweltgerechte Weiterverwendung von Gestaltungselemente gehören zu ihrem Aufgabenbereich.
Polydesigner/innen 3D mit Schwerpunkt Styling sind vor allem in Waren- und Modehäusern tätig. Dort sind sie für die visuelle Verkaufsförderung zuständig. Mit einem Gespür für Trends, modischem Feingefühl, Stilsicherheit und ausgeprägter Kundenorientierung inszenieren und präsentieren sie Produkte und Dienstleistungen. Dabei berücksichtigen sie die Vorgaben bestimmter Marken oder der eigenen Marketingabteilung. Berufsleute dieses Schwerpunkts sind selten auch in Museen tätig, wo sie Exponate mediengerecht inszenieren.
Eidg. Verordnung vom 13.8.2009
4 Jahre
In einem Atelier, einer Gestaltungsagentur, einem Warenhaus oder einer Messebau-Firma
Im Durchschnitt 1½ Tage pro Woche an der Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Gestaltung und Planung, Realisation und Abschluss; Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Brandschutz
zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
3-jähriger Lehrgang (plus Praktikum) an Schulen in Vevey/VD und Lugano/TI
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Polydesigner/in 3D"
Angebote von Schulen für Gestaltung, der Swiss Association Polydesign 3D sowie von spezialisierten Schulen in Deutschland
Marketingplaner/in mit eidg. Fachausweis, Planer/in Marketingkommunikation mit eidg. Fachausweis, Farbdesigner/in mit eidg. Fachausweis
dipl. Marketingleiter/in
Bildungsgänge in verwandten Bereichen, z.B. dipl. Techniker/in HF Farbgestaltung
Studiengänge in verwandten Fachrichtungen, z.B. Bachelor of Arts (FH) in Innenarchitektur, in Visueller Kommunikation oder in Produkt- und Industriedesign
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...