Eidg. Verordnung vom 25.10.2006
Motorgerätemechaniker/innen warten und reparieren alle Arten von motorisierten Maschinen und Geräten. Sie führen Servicearbeiten aus, prüfen die Funktionstüchtigkeit von Maschinen und fertigen Ersatzteile an.
Motorgerätemechaniker/innen sind für Unterhalts- und Reparaturarbeiten an motorisierten Maschinen und Geräten zuständig, die vor allem in der Gartenpflege und Forstwirtschaft, im Obst- und Rebbau, im Kommunal- und Winterdienst und in der Reinigung eingesetzt werden. Dazu zählen z.B. Rasenmäher, Hochdruckreiniger, Schneeräumgeräte, Kettensägen, Motorsensen, Heckenscheren, Bodenreinigungsmaschinen und Industriesauger.
Die meisten Arbeiten erledigen Motorgerätemechaniker/innen in der Werkstatt. Während sie im Sommerhalbjahr vorwiegend mit Gartenmaschinen zu tun haben, reparieren sie im Winter Schneepflüge, Motorsägen u.ä. In einigen Betrieben spezialisieren sie sich ausserdem auf Maschinen eines bestimmten Einsatzbereichs.
Motorgerätemechaniker/innen reparieren Benzin-, Diesel- und Elektromotoren. Sie bauen defekte oder abgenützte Motorenteile und Getriebe aus, zerlegen sie in Einzelteile, reinigen die Komponenten und ersetzen defekte Teile. Sind innert einer nützlichen Frist keine Ersatzteile erhältlich, fertigen sie diese selber an. Sie beherrschen die dafür nötigen Techniken wie Bohren, Drehen und Schweissen. Nach der Reparatur führen sie die elektrischen Sicherheitsprüfungen durch.
Motorgerätemechaniker/innen sind für Kontroll- und Servicearbeiten zuständig. Zu gängigen Routinearbeiten gehören das Auswechseln von Ventilen, Dichtungen und Kerzen, der Ölwechsel, das Reinigen von Filtern oder das Schleifen von Messern. Bei Fahrzeugen prüfen sie Antrieb, Kupplung, Lenkung und Bremsen, warten das Fahrwerk und kontrollieren die Elektronik.
Kräftiges Zupacken gehört zum Arbeitsalltag, oftmals ist aber auch Fingerfertigkeit gefragt, z.B. bei der Feineinstellung von Zündungen und Vergasern. Mit computergesteuerten Diagnosegeräten und Sensoren ermitteln Motorgerätemechaniker/innen Störungen in elektronischen, mechanischen und hydraulischen Systemen. Bei komplizierten Maschinen ziehen sie dafür Gerätehandbücher, Schalt- und Funktionspläne sowie Prüfprotokolle zu Rate.
Bei ihrer Arbeit beachten Motorgerätemechaniker/innen die Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzvorschriften und rüsten die Motorgeräte gemäss den gesetzlichen Bestimmungen aus.
Eidg. Verordnung vom 25.10.2006
4 Jahre
In einer Reparaturwerkstatt
1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule (gemeinsamer Unterricht mit den Bau- und den Landmaschinenmechaniker/innen EFZ)
Berufsbezogene Fächer:
Überfachliche Kompetenzen, Vorschriften, Längen-Prüftechnik, Fertigungstechnik, Fluidtechnik-Grundlagen, Hydraulik, Stoffkunde, Informatik, Maschinenelemente, Fahrwerke, Lenkungen / Bremsen, Sicherheit / Komfort, technische Informationen, Elektrotechnik-Grundlagen, elektrische Anlagen, Verbrennungsmotoren, Rechnen / Physik, berufsbezogene Facharbeiten
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Motorgerätemechaniker/in EFZ"
Angebote des Bildungszentrums der Schweiz. Metall-Union und von Berufsfachschulen
Automobil-Mechatroniker/in EFZ
Motorgeräte-Werkstattleiter/in mit eidg. Fachausweis
Motorgerätemechanikermeister/in
z.B. Dipl. Techniker/in HF Maschinenbau, Dipl. Techniker/in HF Metallbau, Dipl. Techniker/in HF Elektrotechnik
Studiengänge in verwandten Fachgebieten, z.B. Bachelor of Science (FH) in Automobiltechnik, in Maschinentechnik oder in Elektrotechnik
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...