Eidg. Verordnung vom 20.12.2006
Metallbaukonstrukteure und -konstrukteurinnen zeichnen am Computer Pläne für den Metall-, Stahl- und Fassadenbau. Sie führen Berechnungen durch und begleiten den gesamten Planungsprozess von der Fertigung bis zur Montage.
Metallbaukonstrukteure sind zuständig für die zeichnerische, konstruktive und organisatorische Bearbeitung von Projekten im Metall-, Stahl-, Fenster- und Fassadenbau. Dabei befassen sie sich z.B. mit Fenstern, Türen und Toren, Treppen, Geländern, Schaufenstern und Wintergärten, mit Tragkonstruktionen für Bauwerke wie Fabriken, Hochhäuser, Fussballstadien oder Lifttürme sowie mit Metall-, Glas- und Spezialfassaden.
Metallbaukonstrukteurinnen erstellen Unterlagen für alle Phasen eines Projekts, von der Vorbereitung über die Fertigung bis zur Montage. Dazu gehören Projekt-, Werk- und Detailpläne, perspektivische Darstellungen und Dokumente mit Angaben zu Materialien und Bearbeitungsart. Sie führen die nötigen Berechnungen durch, wobei sie wirtschaftliche, statische und bauphysikalische Aspekte wie die Wärme- oder Schalldämmung berücksichtigen.
Die Pläne zeichnen und konstruieren sie am Computer mit CAD-Programmen. Dabei halten sich Metallbaukonstrukteure an die Richtlinien und Normen zur Darstellung, Bemassung und Beschriftung. Zudem erstellen sie die Material- und Stücklisten, Bestelldokumente und Kostenvoranschläge.
Metallbaukonstrukteurinnen stehen in engem Kontakt zur Kundschaft, Bauherrschaft sowie zu Architektinnen und Ingenieuren. Es kann vorkommen, dass sie ihre Planungsunterlagen mehrmals deren Änderungswünschen anpassen müssen.
In der Werkstatt und auf der Baustelle kontrollieren Metallbaukonstrukteure regelmässig die Masse, um sicher zu stellen, dass die Arbeiten korrekt ausgeführt werden. Sie führen auch Nachkontrollen durch.
Wenn bestehende Bauten instand gestellt werden müssen, planen Metallbaukonstrukteurinnen die De- und Remontage. Sie kümmern sich zudem um Materialbestellungen und bewirtschaften das Materiallager, organisieren Montagemittel, verhandeln mit Lieferfirmen und informieren Kundinnen und Kunden über Wartungsrichtlinien.
Eidg. Verordnung vom 20.12.2006
4 Jahre
Im technischen Büro eines Metall-, Stahl-, Fenster- oder Fassadenbaubetriebs, ergänzt durch ein Werkstatt- und ein Montagepraktikum (je mind. 2 Monate)
Im 1. Jahr 1½ Tage, ab dem 2. Jahr 1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Betriebswirtschaft und Betriebsorganisation, Logistik und Materialwirtschaft, Umwelt und Sicherheit, Konstruktion, Fertigung, Montage, Werterhaltung, Zeichnungstechnik / Plan- und Projektbearbeitung (Skizzier- und Zeichentechnik, Organisation und Planbearbeitung, Zeichnungen lesen, Darstellung gemäss Zeichnungsrichtlinien, Projektunterlagen)
zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Metallbaukonstrukteur/in EFZ"
Angebote von Berufsfachschulen, höheren Fachschulen sowie von Fachverbänden, z.B. Schweiz. Metall-Union SMU
Metallbauer/in EFZ (Einstieg ins 3. Grundbildungsjahr)
Metallbaukonstrukteur/in mit eidg. Fachausweis, Metallbau-Werkstatt- und Montageleiter/in mit eidg. Fachausweis
Dipl. Metallbauprojektleiter/in, Metallbaumeister/in
z.B. Dipl. Techniker/in HF Metallbau
Bei entsprechender schulischer Vorbildung, z.B. Bachelor of Science (FH) in Bauingenieurwesen, Vertiefungsrichtung Fassaden- und Metallbau (an der Hochschule Luzern - Technik & Architektur, Horw) oder Bachelor of Arts (FH) in Architektur
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...