Eidg. Verordnung vom 20.12.2006 mit Änderungen vom 12.6.2008
Metallbauer/innen stellen Metall-, Stahl-, Fenster- und Fassadenbauteile her. In der Werkstatt beteiligen sie sich am gesamten Herstellungsprozess. Die fertigen Konstruktionen montieren sie vor Ort.
Metallbauer/innen spezialisieren sich auf den Metallbau, den Stahlbau oder auf Schmiedearbeiten. Im Metallbau stellen sie Türen, Fenster, Fassaden, Treppen, Balkone, Vordächer usw. her. Metallbauer/innen der Fachrichtung Stahlbau fertigen Tragkonstruktionen für Hallen, Brücken oder Lifte. In den Schmiedearbeiten spezialisieren sie sich auf Schmiede- und Warmbehandlungstechniken von Stahl. Diese kommen z.B. bei Kunstschmiedearbeiten oder Reparaturen an Objekten zum Einsatz.
Metallbauer/innen verarbeiten meist Halbfabrikate weiter. Wichtigste Werkstoffe sind Stahl und Aluminium, daneben verwenden sie spezielle Metalle wie Chromnickelstahl, Messing, Baubronze oder Kupfer sowie Kunststoffe, Isoliermaterialien und Glas.
An der Herstellung und Montage von Bauteilen beteiligen sich Metallbauer/innen vom Anfang bis zum Ende. Sie planen die Arbeiten so, dass sie wirtschaftlich, rechtzeitig und in der gewünschten Qualität ausgeführt werden können. Oftmals führen sie auch die nötigen Bestellungen aus.
In der Werkstatt schneiden Metallbauer/innen Stangen, Rohre und Bleche mit computergesteuerten Maschinen zu. Sie orientieren sich dabei an technischen Zeichnungen. Von Hand oder mit Maschinen und Geräten bringen sie die zugeschnittenen Profile durch Stanzen, Bohren, Gewindeschneiden, Abkanten und Fräsen in die gewünschte Form. Die so angefertigten Bauteile fügen sie mit Klebe-, Schweiss- und Schraubtechniken zusammen. Anschliessend passen sie Scharniere, Schlösser, Dichtungen usw. millimetergenau ein. Nach dem Farbbeschichten oder Verzinken bereiten sie die Bauteile für die Montage vor, transportieren sie auf die Baustelle und montieren sie dort in Teamarbeit anhand der Planvorgaben.
Metallbauer/innen kontrollieren bestehende Metallbauten regelmässig. Sie stellen diese nötigenfalls instand, was den Aus- und Wiedereinbau von Bauteilen erfordern kann. Sie warten und pflegen auch die Werkzeuge und Maschinen.
Metallbauer/innen befolgen die jeweiligen Vorschriften zu Sicherheit und Gesundheitsschutz. Sie tragen z.B. Gehörschutz und Schutzbrille. Abfälle entsorgen sie fach- und umweltgerecht.
Eidg. Verordnung vom 20.12.2006 mit Änderungen vom 12.6.2008
4 Jahre
In einem Betrieb der Stahl-, Metall-, Fenster- oder Fassadenbaubranche
1 Tag pro Woche an einer Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Betriebswirtschaft und Betriebsorganisation, Logistik und Materialwirtschaft, Umwelt und Sicherheit, Konstruktion, Fertigung, Montage, Werterhaltung, Plangrundlagen, fachrichtungsspezifische Arbeiten (Metallbau: z.B. Rahmen- und Elementbau; Stahlbau: z.B. Spezialanfertigungen; Schmiedearbeiten: z.B. Schmiedeeinrichtungen)
zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Metallbauer/in EFZ"
Angebote von Berufsfachschulen, von höheren Fachschulen und von der Schweiz. Metall-Union SMU
Metallbau-Werkstatt- und Montageleiter/in mit eidg. Fachausweis, Metallbaukonstrukteur/in mit eidg. Fachausweis, Schweissfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis
Metallbaumeister/in, Dipl. Metallbauprojektleiter/in
Dipl. Techniker/in HF Metallbau
Bei entsprechender schulischer Vorbildung, z.B. Bachelor of Science (FH) in Bauingenieurwesen, Vertiefungsrichtung Fassaden- und Metallbau (an der Hochschule Luzern - Technik & Architektur, Horw)
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...