Eidg. Verordnung vom 8.7.2009
Medizinische Praxisassistentinnen/-assistenten arbeiten unter Anleitung von Ärztinnen und Ärzten in Praxen. Sie betreuen Patientinnen und Patienten und erledigen die Administration. Sie führen eigenständig Labor- und Röntgenuntersuchungen durch und assistieren bei ärztlichen Eingriffen.
Medizinische Praxisassistentinnen sind die "Drehscheiben" in Arztpraxen. Als Sprechstundenassistenz nehmen sie Anrufe entgegen und vereinbaren Termine. Sie empfangen Patientinnen und Patienten, erfassen und dokumentieren alle nötigen Informationen und leiten diese weiter. Mit Fingerspitzengefühl und Fachwissen erkennen sie Notfälle und reagieren entsprechend. Sie betreuen, beruhigen und überwachen die Patientinnen und Patienten, informieren diese über das weitere Vorgehen und bereiten sie für die Behandlung vor. Benötigte Instrumente und Apparate legen sie bereit und sterilisieren sie. Bei Bedarf assistieren sie der Ärztin.
Zur Entlastung der Ärzte führen Medizinische Praxisassistenten therapeutische und diagnostische Arbeiten und Prozesse durch: Auf ärztliche Anordnung legen sie z.B. Verbände an, verabreichen Injektionen und machen Blutentnahmen. Selbstständig führen sie verschiedene Tests durch, wie Atem- oder Hauttests, Blutdruckmessungen und Aufzeichnungen der Herztätigkeit (EKG). Ein Arbeitsbereich ist auch das Labor. Dort führen sie verschiedene Untersuchungen mit Blut, Urin und anderem körpereigenem Material durch: Sie zählen und differenzieren Blutzellen, suchen nach Pilzsporen, identifizieren Bakterien, bewerten Testresultate etc. Zur Analyse der Proben stehen ihnen Mikroskope, Chemikalien und Apparaturen bereit. Ausserdem sind Medizinische Praxisassistenten versiert im Umgang mit Röntgenapparaten und beherrschen die Techniken für den Strahlenschutz. Sie machen und entwickeln die verordneten Aufnahmen selbstständig.
Medizinische Praxisassistentinnen sind für die gesamte Praxisadministration verantwortlich und sorgen damit für das einwandfreie Funktionieren der Praxis. Sie übernehmen die Administration, Korrespondenz und Organisation des Betriebes. Sie verwalten die Krankengeschichten mit allen Patienten- und Versicherungsdaten, schreiben Briefe und Protokolle der Ärztin ab Diktiergerät und kümmern sich um das Rechnungswesen. Sie stellen die Kommunikation gegen aussen sicher, indem sie sich mit den Patientinnen und Patienten sowie externen Partnern austauschen. Dazu beherrschen sie auch eine Fremdsprache. Zudem bestellen und verwalten sie Verbrauchsmaterial und Medikamente.
Im Alltag halten sich die Berufsleute streng an die Vorschriften zur Hygiene, Sicherheit und Gesundheit sowie zum Umweltschutz.
Eidg. Verordnung vom 8.7.2009
3 Jahre
In einer Arztpraxis
An der Berufsfachschule
(kantonal unterschiedliche Anzahl von Schultagen pro Woche: 1. Lehrjahr 1 ½ - 3 Tage, 2./3. Lehrjahr 1 - 1 ½ Tage)
Berufsbezogene Fächer:
Umgang mit Patientinnen und Patienten; diagnostische und therapeutische Prozesse; betriebliche Prozesse; medizinische Grundlagen; Hygiene, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz; Fremdsprache
Zu diversen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
In den Kantonen Zürich, St.Gallen, Waadt: 3 Semester Vollzeit plus 2 Sem. Praktikum plus 1 Sem. Vorbereitung auf eidg. Lehrabschlussprüfung
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ"
Angebote von Berufsverbänden und Berufsfachschulen
Medizinische/r Praxisleiter/in mit eidg. Fachausweis (in Planung) oder Krankenversicherungs-Fachmann/-frau mit eidg. Fachausweis, Spitalfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis
z.B. Dipl. Krankenversicherungs-Experte/-Expertin, Dipl. Spitalexperte/-expertin
z.B. Dipl. Pflegefachmann/frau HF, Dipl. Fachmann/-frau für medizinisch-technische Radiologie HF, Dipl. Biomedizinische/r Analytiker/in HF, Dipl. Aktivierungsfachmann/-frau HF oder Dipl. Betriebswirtschafter/in HF
z.B. Bachelor of Science (FH) in Pflege, in Ergotherapie, in Physiotherapie
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...