Eidg. Verordnung vom 3.11.2008, mit Änderung vom 31.3.2010
Produktionsmechaniker/innen fertigen und bearbeiten Bauteile aus Metall und Kunststoff. Sie setzen Einzelteile zu Baugruppen zusammen, warten Geräte, Apparate und Maschinen.
Produktionsmechaniker sind in mechanisch-technischen Betrieben tätig. Dort bearbeiten sie Metalle, Bleche und Bauteile. Die Bauteile setzen sie zu Geräten, Apparaten und Maschinen zusammen. Dafür lesen sie Fertigungsunterlagen und technische Zeichnungen. Sie bereiten die benötigten Arbeitsmittel vor. Ihre Aufträge und Projekte erledigen sie dann exakt und selbstständig; teilweise auch im Team und gemeinsam mit anderen Fachpersonen.
Vorwiegend bearbeiten Produktionsmechanikerinnen Metalle wie Stahl, Chromstahl oder Aluminium. Sie arbeiten aber auch mit Kunststoffen. Die Bearbeitungs- und Verbindungstechniken beherrschen sie: Sie bohren, drehen, fräsen und schleifen. Sie scheren, kanten, biegen und stanzen. Sie schrauben, löten, nieten und schweissen. Mit modernen Drehautomaten fertigen sie z.B. Präzisionsdrehteile für Uhren oder Automotoren, mit Schleifmaschinen bearbeiten sie bspw. Kreissägeblätter oder andere Werkzeuge.
Produktionsmechaniker fertigen aus Metall oder Kunststoff Apparate-, Geräte-, Maschinenteile oder ganze Stahlbaukonstruktionen. Serienproduktionen auf computergesteuerten Maschinen wie Laser- oder Wasserstrahlanlagen überwachen sie laufend und greifen wenn nötig ein. Mit Dreh- und Fräsmaschinen stellen sie präzise Einzelteile her. Verschiedene Teile behandeln sie auch mit Wärme, wodurch diese erst hart und beständig gegen Abnutzungserscheinungen werden. Zu ihrem Einsatzgebiet gehört auch das computergesteuerte Werkzeugschärfen. Produktionsmechaniker überwachen die Maschinen genau. Falls sie Abweichungen feststellen, korrigieren sie die Einstellungen. Nach der Fertigung prüfen sie mit Messinstrumenten die Qualität der Teile.
Produktionsmechanikerinnen montieren und installieren Einzelteile an Baugruppen. Sie bauen Geräte, Apparate und Maschinen unterschiedlicher Art zusammen. Diese können sehr klein sein, wie z.B. Pumpen für die Medizin, oder so gross, dass Hebebühnen eingesetzt werden müssen. Die Berufsleute kontrollieren, verbessern und warten fertige Maschinen auch. Falls nötig, nehmen sie diese auseinander und ersetzen einzelne mechanische, pneumatische und hydraulische Elemente.
Bei der Arbeit halten sich Produktionsmechaniker an Sicherheitsvorschriften, sie tragen z.B. beim Schweissen Handschuhe und Schutzbrillen. Ihre Gesundheit sowie die Umwelt schützen sie.
Eidg. Verordnung vom 3.11.2008, mit Änderung vom 31.3.2010
3 Jahre
In einem Betrieb der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie)
In den ersten 2 Bildungsjahren findet die Basis- und Ergänzungsausbildung statt. Die Schwerpunktausbildung in mind. einem Tätigkeitsgebiet des Ausbildungsbetriebs wird innerhalb der 3 Lehrjahre vermittelt, je nach Möglichkeiten des Lehrbetriebs sowie Neigungen und Fähigkeiten der Lernenden.
1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Technische Grundlagen (Mathematik und Physik), Werkstofftechnik, Zeichnungstechnik, Verbindungs-, Fertigungs- und Maschinentechnik
zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Produktionsmechaniker/in EFZ"
Angebote von Berufsfach- und höheren Fachschulen, von Fachverbänden wie Swissmechanic/VMTW und der Swissmem Kaderschule
z.B. Fertigungsfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis, Luftfahrzeugtechniker/in - Mechanik / Avionik mit eidg. Fachausweis, Automatikfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis, Technische/r Kaufmann/-frau mit eidg. Fachausweis
z.B. Industriemeister/in im Maschinen- und Apparatebau
z.B. Dipl. Techniker/in HF Maschinenbau, Dipl. Techniker/in HF Elektrotechnik, Dipl. Techniker/in HF Systemtechnik, Dipl. Techniker/in HF Mikrotechnik
Bei entsprechender schulischer Vorbildung, z.B. Bachelor FH in Elektrotechnik, Bachelor FH in Maschinentechnik, Bachelor FH in Automobiltechnik, Bachelor FH in Systemtechnik, Bachelor FH in Mechatronik
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...