Eidg. Reglement vom 26.2.2001
Lebensmitteltechnologen und -technologinnen verarbeiten Rohstoffe zu konsumfertigen Lebensmitteln und Getränken. Sie entwickeln Herstellungsverfahren und führen Laboranalysen durch. Bei der Produktion steuern und überwachen sie die Verarbeitungs- und Verpackungsanlagen.
Lebensmitteltechnologinnen verfügen über breites Grundwissen in der industriellen Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken.
Sie spezialisieren sich auf eine der folgenden Vertiefungsrichtungen: Trocken-/ Instant, Schokolade-, Backwaren-, Getränke-, Bier- oder Convenience-Technologien.
Lebensmitteltechnologen sind verantwortlich für die Rohwarenannahme. Sie prüfen die Qualität und Menge der angelieferten Rohstoffe. Die leicht verderblichen Naturprodukte müssen sofort richtig eingelagert und der Verarbeitung zugeführt werden, damit die wertvollen Eigenschaften erhalten bleiben. Neben den landwirtschaftlichen Rohstoffen verarbeiten sie auch Hilfs- und Zusatzstoffe wie Aromen, Geschmacksverstärker, Bindemittel, Farbstoffe und Vitamine.
Die Verarbeitung und Veredelung der Rohstoffe erfolgt nach vorgegebenen Rezepten. Dabei wenden Lebensmitteltechnologinnen verschiedene Verfahren an, z.B. Trennen, Mischen, Zerkleinern, Formen, Wärmebehandeln, Kühlen, Konzentrieren oder Granulieren. Teilweise werden feine Komponenten wie Gewürze von Hand gewogen, grössere Mengen dagegen maschinell zugefügt. Diese Arbeitsgänge geschehen vollautomatisch, teilweise auf ganzen Fertigungsstrassen. Bevor die "Linie" - der Produktionsprozess - läuft, müssen sie die Maschinen und die Geschwindigkeit des Transportbandes einstellen. Von der Steuerzentrale aus bedienen sie am PC die computergestützte Anlage.
Laufend überwachen Lebensmitteltechnologen die Produkte auf ihre Qualität, nehmen Proben und werten sie im Labor aus. Während die "Linie" läuft, prüfen sie die Produkte auf Aussehen, Geruch und Geschmack bis hin zur Verpackung. Es ist wichtig, dass beispielsweise Teig die richtige Konsistenz aufweist, nicht zu weich und nicht zu fettig ist oder die Schokoladenriegel die richtige Zusammensetzung aufweisen, damit sie ihr feines Aroma entwickeln können. Nur so kann die geforderte Qualität garantiert werden. Naturprodukte weisen nicht immer die gleiche Qualität und die gleichen Eigenschaften auf. Viel Fachwissen und Erfahrung sind nötig, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Bei ihrer Arbeit beachten sie auch die Sicherheits- und Hygienevorschriften.
Eidg. Reglement vom 26.2.2001
3 Jahre
Trocken-, Instant-Technologien; Schokoladetechnologien; Backwarentechnologien; Convenience-Technologien
in einem Betrieb der Lebensmittelindustrie.
Blockunterricht am Berufsbildungszentrum Wädenswil
Berufsbezogene Fächer:
Berufskunde (Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffkunde, Verfahrenstechnologie, Maschinenkunde/Steuerungstechnik, Mikrobiologie/Hygiene, Qualitätsmanagement / Lebensmittelgesetz, Ernährungslehre), Fachrechnen, Naturlehre
zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten Leistungen kann während der Grundbildung zusätzlich die Berufsmittelschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Gelernte/r Lebensmitteltechnologe/-login"
Angebote von Verbänden der Lebensmittelindustrie sowie von Berufsfachschulen
Produktion, Qualitätssicherung, Verfahrensentwicklung, Fabrikationsplanung und
-vorbereitung
Mit eidg. Fachausweis:
Lebensmitteltechnologe/-login
Dipl. Lebenmitteltechnologe/-login
Dipl. Techniker/in HF, Fachrichtung Lebensmitteltechnologie
Bachelor of Science (FH) in Lebensmitteltechnologie, Bachelor of Science (FH) in Life Technologies, Bachelor of Science (ZFH) in Biotechnologie, Bachelor of Science [HES-SO] in Oenologie
Je nach beruflicher Fachrichtung, z.B. Diplom-Braumeister
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...