Lebensmitteltechnologe/-login (Grundbildung/Grundberuf)

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Tätigkeiten

Lebensmitteltechnologen und -technologinnen verarbeiten Rohstoffe zu konsumfertigen Lebensmitteln und Getränken. Sie entwickeln Herstellungsverfahren und führen Laboranalysen durch. Bei der Produktion steuern und überwachen sie die Verarbeitungs- und Verpackungsanlagen.

Lebensmitteltechnologinnen verfügen über breites Grundwissen in der industriellen Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken.

Sie spezialisieren sich auf eine der folgenden Vertiefungsrichtungen: Trocken-/ Instant, Schokolade-, Backwaren-, Getränke-, Bier- oder Convenience-Technologien.

Lebensmitteltechnologen sind verantwortlich für die Rohwarenannahme. Sie prüfen die Qualität und Menge der angelieferten Rohstoffe. Die leicht verderblichen Naturprodukte müssen sofort richtig eingelagert und der Verarbeitung zugeführt werden, damit die wertvollen Eigenschaften erhalten bleiben. Neben den landwirtschaftlichen Rohstoffen verarbeiten sie auch Hilfs- und Zusatzstoffe wie Aromen, Geschmacksverstärker, Bindemittel, Farbstoffe und Vitamine.

Die Verarbeitung und Veredelung der Rohstoffe erfolgt nach vorgegebenen Rezepten. Dabei wenden Lebensmitteltechnologinnen verschiedene Verfahren an, z.B. Trennen, Mischen, Zerkleinern, Formen, Wärmebehandeln, Kühlen, Konzentrieren oder Granulieren. Teilweise werden feine Komponenten wie Gewürze von Hand gewogen, grössere Mengen dagegen maschinell zugefügt. Diese Arbeitsgänge geschehen vollautomatisch, teilweise auf ganzen Fertigungsstrassen. Bevor die "Linie" - der Produktionsprozess - läuft, müssen sie die Maschinen und die Geschwindigkeit des Transportbandes einstellen. Von der Steuerzentrale aus bedienen sie am PC die computergestützte Anlage.

Laufend überwachen Lebensmitteltechnologen die Produkte auf ihre Qualität, nehmen Proben und werten sie im Labor aus. Während die "Linie" läuft, prüfen sie die Produkte auf Aussehen, Geruch und Geschmack bis hin zur Verpackung. Es ist wichtig, dass beispielsweise Teig die richtige Konsistenz aufweist, nicht zu weich und nicht zu fettig ist oder die Schokoladenriegel die richtige Zusammensetzung aufweisen, damit sie ihr feines Aroma entwickeln können. Nur so kann die geforderte Qualität garantiert werden. Naturprodukte weisen nicht immer die gleiche Qualität und die gleichen Eigenschaften auf. Viel Fachwissen und Erfahrung sind nötig, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Bei ihrer Arbeit beachten sie auch die Sicherheits- und Hygienevorschriften.

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Anforderungen

Vorbildung

  • Abgeschlossene Volksschule
  • Gute Leistungen in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik

Anforderungen

  • Freude am Umgang mit Lebensmitteln, modernen Produktionsanlagen und Verpackungsmaschinen
  • Interesse an Biologie, Chemie und Physik
  • technisches Verständnis
  • Fähigkeit, die Übersicht über komplexe Produktionsabläufe zu bewahren
  • gute Beobachtungsgabe
  • Guter Geruchs- und Geschmackssinn
  • keine Allergien
  • Sinn für Sauberkeit und Hygiene
  • gute Gesundheit (stehende Tätigkeit und teilweise grosse Temperaturunterschiede)
  • Bereitschaft zu flexibler Arbeitszeit
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Ausbildung

Grundlage

Eidg. Reglement vom 26.2.2001

Dauer

3 Jahre

Vertiefungsrichtungen

Trocken-, Instant-Technologien; Schokoladetechnologien; Backwarentechnologien; Convenience-Technologien

Bildung in beruflicher Praxis

in einem Betrieb der Lebensmittelindustrie.

Schulische Bildung

Blockunterricht am Berufsbildungszentrum Wädenswil

Berufsbezogene Fächer:

Berufskunde (Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffkunde, Verfahrenstechnologie, Maschinenkunde/Steuerungstechnik, Mikrobiologie/Hygiene, Qualitätsmanagement / Lebensmittelgesetz, Ernährungslehre), Fachrechnen, Naturlehre

Überbetriebliche Kurse

zu verschiedenen Themen

Berufsmatura

Bei sehr guten Leistungen kann während der Grundbildung zusätzlich die Berufsmittelschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Gelernte/r Lebensmitteltechnologe/-login"

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Weiterbildung

Kurse

Angebote von Verbänden der Lebensmittelindustrie sowie von Berufsfachschulen

Spezialisierung:

Produktion, Qualitätssicherung, Verfahrensentwicklung, Fabrikationsplanung und

-vorbereitung

Berufsprüfung (BP)

Mit eidg. Fachausweis:

Lebensmitteltechnologe/-login

Höhere Fachprüfung (HFP)

Dipl. Lebenmitteltechnologe/-login

Höhere Fachschule:

Dipl. Techniker/in HF, Fachrichtung Lebensmitteltechnologie

Fachhochschule

Bachelor of Science (FH) in Lebensmitteltechnologie, Bachelor of Science (FH) in Life Technologies, Bachelor of Science (ZFH) in Biotechnologie, Bachelor of Science [HES-SO] in Oenologie

Ausbildung im Ausland

Je nach beruflicher Fachrichtung, z.B. Diplom-Braumeister

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