Eidg. Verordnung vom 8.5.2008
Landwirte und Landwirtinnen bewirtschaften Bauernhöfe und pflegen das Kulturland. Sie bauen Pflanzen an und/oder halten Tiere für die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion.
Landwirtschaftliche Betriebe können je nach Region, Art und Grösse ganz verschieden sein. Landwirte bauen z.B. Getreide, Gemüse, Obst und Kräuter an und bewirtschaften Weideflächen. Sie halten Kühe, Schweine, Hühner, Ziegen und Schafe etc. Entweder arbeiten sie auf Höfen mit einer breiten Produktionspalette oder sie spezialisieren sich, etwa auf Rinder- und Kälbermast, Schweinezucht, Ackerbau, Obst- und Gemüsebau oder auf Biolandbau.
Im Acker- und Pflanzenbau sind Landwirtinnen zuständig für die Bearbeitung der Böden, für die Auswahl der Kulturen, für deren Anbau, Ernährung und Ernte. Sie bestimmen, welche Pflanzen wo, wie und wann gesät, gepflegt und geerntet werden. Sie kontrollieren das Pflanzenwachstum und sorgen für einen wirksamen und umweltverträglichen Pflanzenschutz sowie Düngemitteleinsatz. Landwirtinnen mit Schwerpunkt Biolandbau sind besonders darauf spezialisiert, nachhaltig zu wirtschaften, den Boden lebendig und eine grosse Artenvielfalt zu erhalten.
Bei der Tierhaltung kümmern sich Landwirte um Fütterung, Pflege und Auslauf der Tiere sowie um die Instandhaltung und Reinigung der Ställe und Anlagen. Hinzu kommen weitere Aufgaben wie das Züchten und Aufziehen von Jungtieren oder das Melken von Kühen, meist mit modernen Melkmaschinen. Die Qualität von Lebensmitteln wie Milch, Fleisch, Eiern sowie Obst und Gemüse sichern sie, indem sie diese fachgerecht verarbeiten und lagern. Im Biolandbau orientieren sich die Berufsleute an aktuellen Bio-Richtlinien zur artgerechten Tierhaltung, -fütterung und -zucht.
Für die meisten Arbeiten stehen Landwirtinnen Hilfsmittel zur Verfügung, z.B. Traktoren, Ladewagen, Mäh-, Pflanz-, Sä- und Erntemaschinen. Computer und weitere hochentwickelte Geräte setzen sie ein, um beispielsweise die Nährstoffbilanz des Bodens, die Produktqualität oder Futtermittelmengen zu kontrollieren. Handwerksarbeiten führen Landwirtinnen oft selbst aus: Sie warten und reparieren Geräte und Maschinen, renovieren Ställe, Scheunen und Bauernhäuser. Bei der täglichen Arbeit halten sie stets die Richtlinien zum Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsschutz ein.
Landwirte müssen ihr Berufsumfeld verstehen und ihren Betrieb effizient und marktorientiert führen, wenn sie auf dem Markt bestehen wollen. Sie behalten den Überblick über gesellschaftliche, wirtschaftliche, politische, ökologische und rechtliche Fragen, z.B. zum Umweltschutz oder der Gentechnologie.
Eidg. Verordnung vom 8.5.2008
3 Jahre
In landwirtschaftlichen Betrieben, ein Lehrbetriebswechsel ist üblich und wird empfohlen
Berufsbezogene Fächer:
Pflanzenbau (z.B. Boden bearbeiten; Kulturen im Acker- und Futterbau säen und pflanzen), Tierhaltung (z.B. Nutztiere halten und pflegen; Nutztiere züchten und vermehren), Mechanisierung und technische Anlagen (z.B. Werkstoffe fachgerecht einsetzen; Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz gewährleisten), Arbeitsumfeld, Wahlbereich
Die Grundbildung kann auch mit dem Schwerpunkt Biolandbau absolviert werden.
zu verschiedenen Themen
Die Berufsmaturitätsschule wird in der Regel erst im Anschluss an die Grundbildung besucht.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Landwirt/in EFZ"
Angebote von landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentren zu diversen Themen
Nach Abschluss der Grundbildung kann eine verkürzte, 1-jährige Grundbildung in einem anderen landwirtschaftlichen Beruf absolviert werden.
Landwirt/in mit eidg. Fachausweis, Fachmann/-frau der biologisch-dynamischen Landwirtschaft mit eidg. Fachausweis, Obstbauer/-bäuerin mit eidg. Fachausweis, Milchtechnologe/-login mit eidg. Fachausweis
z.B. Meisterlandwirt/in, Gemüsegärtnermeister/in, Obstbauer/-bäuerin mit Meisterdiplom
Dipl. Agro-Techniker/in HF, Dipl. Agro-Kaufmann/-frau HF
Bachelor FH in Landwirtschaft (z.B. mit Vertiefungen in Agrarwissenschaft, in Pflanzenwissenschaften oder in Nutztierwissenschaften), Bachelor FH in Umweltingenieurwesen (z.B. Vertiefung Hortikultur), Bachelor FH in Lebensmitteltechnologie (z.B. Vertiefung Technologie)
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...