Eidg. Verordnung vom 25.7.2007
Laboranten und Laborantinnen EFZ arbeiten in der Forschung, Entwicklung, Produktion, Kontrolle oder in der Diagnostik. Sie planen und führen Versuche durch, überwachen deren Verlauf und erstellen Auswertungen.
Laborantinnen der Fachrichtung Biologie untersuchen für die Entwicklung von neuen Medikamenten die Wirkungsweise pharmazeutischer Substanzen auf biologische Organismen. Dabei arbeiten sie mit Tieren, Zellkulturen, Bakterien, Pilzen und Viren. Zudem überprüfen sie mit hochempfindlichen elektronischen Messgeräten die Reinheit, Qualität und Wirkungsweise von Rohstoffen und Entwicklungssubstanzen.
Laboranten der Fachrichtung Chemie arbeiten je nach Betrieb schwerpunktmässig synthetisch oder analytisch. Sie führen einfache Synthesen, inklusive Reinigung wie Destillation selbstständig durch. Mit geeigneten Methoden wie Dünnschicht Chromatographie und Schmelzpunkt beurteilen sie die Reinheit der Produkte. Sie kennen analytische Methoden wie Titration und Spektroskopie und wenden diese praktisch an. Auf diese Weise entstehen chemische Substanzen für neue Medikamente, Pflanzenschutzmittel oder Kunststoffe.
Laboranten Fachrichtung Farbe und Lack befassen sich mit der Untersuchung und Entwicklung von Beschichtungsstoffen. Sie bestimmen Eigenschaften von Pigmenten und Bindemitteln sowie die optimalen Mischungsverhältnisse. Zusätzlich legen sie die Rezeptur von Farbstärke, Glanz, Viskosität und Deckfähigkeit fest. Sie stellen Beschichtungen für diverse Materialien wie Papier, Holz, Kunststoffe und Metalle her und testen deren Eigenschaften.
Laborantinnen der Fachrichtung Textil untersuchen die Wechselwirkung zwischen Textilfasern und bestimmten Chemikalien. Sie entwickeln Farbstoffe und Chemikalien sowie neue Textilsysteme und verbessern bestehende Produkte. Sie analysieren Textilien chemisch und physikalisch. Zusätzlich erarbeiten sie Rezepturen für die Vorbehandlung, das Bedrucken und Appretieren von Textilien. Bei fehlerhaften Produkten führen sie Schadenabklärungen durch.
In allen Fachrichtungen arbeiten Laborantinnen mit Chemikalien, Geräten, computergestützten Messgeräten und verschiedenen Apparaturen und führen diverse Berechnungen durch. Genaues, systematisches und hygienisch einwandfreies Arbeiten ist unerlässlich, um aussagekräftige Resultate zu erzielen. Sie beurteilen den Versuchsablauf und halten die Vorschriften zur Arbeitssicherheit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung ein. Alle Laborversuche werden korrekt protokolliert.
Je nach gewählter Fachrichtung:
- Interesse am Erforschen von Sachverhalten und Vorgängen
- keine Farbsehstörung
Eidg. Verordnung vom 25.7.2007
3 Jahre
in Labors der pharmazeutischen, agrochemischen, in der Farb- und Lackindustrie, in der textilen Industrie oder in Forschungsinstituten
an der Berufsfachschule an 1 ½ Tagen pro Woche
Berufsbezogene Fächer:
Grundlagen: Naturwissenschaftliche Grundlagen, Englisch Grundkenntnisse, angewandte Mathematik 1, Labormethodik 1;
Berufsfachrichtungs-spezifisch: angewandte Fachkenntnisse, angewandtes Englisch, angewandte Mathematik 2, Labormethodik 2
zu diversen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Laborant/in EFZ"
Angebote von Firmen und Fachverbänden sowie vom Verein Weiterbildung Laborberufe
Dipl. Laborant/in
Dipl. Biomedizinische/r Analytiker/in HF,
Dipl. Techniker/in HF, Fachrichtung Textil (Design and Technology)
Bachelor of Science (FH) in Chemie, Bachelor of Science (FH) in Biotechnologie, Bachelor of Science (FH) in Life Technologies, Bachelor of Science (FH) in Molecular Life Science
Dipl. Techniker/in für Farb- und Lacktechnik an der Schule für Farbe und Gestaltung in Stuttgart;
Bachelor of Science Chemieingenieurwesen, Vertief. Farbe und Lack, an der Hochschule Esslingen
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...