Eidg. Ausbildungsreglement vom 24.1.2003 (in Vernehmlassung beim BBT)
Kaufleute sind in allen Wirtschafts- und Verwaltungszweigen tätig, vom KMU-Betrieb bis hin zum weltweit tätigen Konzern. Sie verfügen über eine breite Palette von Fähigkeiten und Fachkenntnissen und führen anspruchsvolle administrative Arbeiten aus.
Die verschiedenen Tätigkeiten und Aufgabenbereiche der Kaufleute haben sich in den letzten Jahren durch die Arbeit am Computer markant verändert. Ohne ihre Fachkenntnisse, das Wissen über die betreffende Branche, die Vielfalt der Waren und Dienstleistungen würde der kaufmännische Sektor nicht funktionieren. Die Kommunikation und die Arbeitsabläufe sind mit der weltweiten Vernetzung komplexer und anspruchsvoller geworden.
Die Tätigkeiten der Kaufleute variieren je nachdem, ob sie beispielsweise in einem Reisebüro, in einem Detail- oder Handelsbetrieb arbeiten. In Notariats- und Treuhandbüros führen sie andere Aufgaben aus als in öffentlichen Verwaltungen, Banken oder Versicherungen. Jede Branche ist sozusagen eine Welt für sich. Die Kaufleute erhalten eine einheitliche Grundausbildung, die es ihnen ermöglicht, in verschiedenen Branchen und Funktionen im kaufmännischen Umfeld kompetent tätig zu sein.
Kaufleute mit der Basisbildung (Profil B) erfüllen eine Vielzahl von praktischen Aufgaben. Sie übernehmen Aufgaben in der Registratur, in der Buchhaltung und im Zahlungsverkehr oder erteilen mündlich und schriftlich Auskunft an interne und externe Kundschaft. Sie verteilen die eingehende Post, verpacken und frankieren Postsendungen und führen Adress- oder andere Datenbanken. Neben sehr guten Deutschkenntnissen besitzen sie Grundkenntnisse einer weiteren Landessprache.
Kaufleute mit erweiterter Grundbildung (Profil E) verfügen im Betrieb über ein hohes Mass an Selbständigkeit. Je nach Branche sind sie in das Tagesgeschäft eingebunden, stehen je nach Veranlagung an der Front im direkten Kontakt zur Kundschaft und wickeln im Hintergrund Aufträge von A - Z ab. Sie verarbeiten Informationen, holen Auskünfte ein, organisieren Anlässe und protokollieren Besprechungen und Verhandlungen. Sie lesen sich in Akten und Unterlagen ein, verfassen Aktennotizen, geben Auskunft, beraten Kunden und leiten Informationen an die zuständige Stelle.
Kaufleute stehen per Telefon, Fax und Internet mit Kundinnen und Lieferantinnen aus aller Welt in Verbindung. Gute mündliche und schriftliche Kenntnisse in zwei Fremdsprachen erleichtern ihnen die internationale Verständigung.
Eidg. Ausbildungsreglement vom 24.1.2003 (in Vernehmlassung beim BBT)
3 Jahre
im Büro eines Betriebes in einer der zahlreichen Branchen
An der Berufsfachschule. Dauer vom gewählten Profil abhängig. In der Regel: 1 bis 1 ½ oder 2 Tage pro Woche
Berufsbezogene Fächer:
Lernbereiche: Basiskurs; Information / Kommunikation / Administration; Wirtschaft und Gesellschaft; Deutsch, Fremdsprachen
zu diversen Themen
Lehrbegleitend nur mit dem Profil der erweiterten Grundbildung möglich (Profil M).
Nach dem 1. Lehrjahr
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Gelernte/r Kaufmann/-frau Basisbildung" oder "Gelernte/r Kaufmann/-frau erweiterte Grundbildung"
Angebote von Berufsfach- und Fachschulen.
durch Branchen- und Berufsverbände
Mit eidg. Fachausweis:
Fachmann/-frau des Finanz- und Rechnungswesens, Marketingfachmann/-frau, HR-Fachmann/-frau, Direktionsassistentin, Treuhänder/in usw.
Dipl. Experte/Expertin in Rechnungslegung und Controlling, Dipl. Marketingleiter/in, Dipl. Leiter/in Human Resources, Dipl. Exportleiter/in, Dipl. Immobilien-Treuhänder/in usw.
Dipl. Bankwirtschafter/in HF, Dipl. Betriebswirtschafter/in HF, Dipl. Versicherungswirtschafter/in HF
Bachelor of Science (FH) in Betriebsökonomie, Bachelor of Science (FH) in International Management
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...