Eidg. Reglement vom 24.1.2003
Kaufleute Öffentliche Verwaltung erledigen anspruchsvolle kaufmännische Arbeiten in Gemeinde-, Stadt-, Kreis-, Bezirks- und kantonalen Verwaltungen. Je nach Arbeitsort betreuen sie mehrere Sachgebiete oder spezialisieren sich in einem bestimmten Bereich.
In Gemeindeverwaltungen betreuen Kaufleute Öffentliche Verwaltung je nach Grösse des Ortes meist mehrere Sachbereiche. In der Einwohnerkontrolle registrieren sie die Personalien der Einwohner/innen, stellen Identitätskarten und Passempfehlungen aus. Sie beraten ausländische Personen zu Aufenthaltsgesuchen und Anträgen an die zuständigen kantonalen Stellen. Beim Zivilstandsamt eines Zivilstandskreises erfolgt die Eintragung von zivilen Ereignissen in die Zivilstandsregister. Arbeiten die Kaufleute in der Steuerabteilung, befassen sie sich mit Steuerfragen von Privatpersonen oder Firmen, bearbeiten Steuerverfügungen und Steuererklärungen. Die Verbuchung von Ein- und Ausgangsrechnungen, die Abwicklung von Post- und Bankzahlungsverkehr, die Abrechnung von AHV und Unfallversicherungen, Budget und Jahresabschluss stehen im Zentrum der Finanzabteilung. die Betreuung von Personen in Notlagen sowie Mitarbeit in der Fürsorge- und Vormundschaftsbehörde sind Themen der Sozialabteilung. In der Abteilung Bau- und Planungswesen werden Baugesuche und -abrechnungen geprüft. Im Ressort Umweltwesen befassen sie sich mit Abfallbewirtschaftung, Energiepolitik, Verkehrsoptimierung und Naturschutz.
Rechtliche und steuerliche Angelegenheiten, Fragen des Gesundheits- und Bildungswesens, Rechtssprechungen, Verkehrssicherheit, Personalwesen, Informatik, Drucksachen und weitere übergeordnete Geschäfte sind die Aufgaben von Kaufleuten auf kantonaler Ebene.
Sie erledigen Sekretariatsarbeiten, führen Korrespondenz, organisieren Sitzungen, erstellen Protokolle und Aktennotizen, lesen Akten und holen Auskünfte ein. Kaufleute stehen mit unterschiedlichen Instanzen und Fachpersonen in Verbindung. Gesetze und Dienstwege müssen ebenso eingehalten werden wie Datenschutz und Amtsgeheimnis. In der öffentlichen Verwaltung bestehen Vorschriften für den Umgang mit zahlreichen Formularen, Fristen und Zuständigkeiten. Moderne Kommunikations- und Informatiksysteme ermöglichen Kaufleuten eine effiziente Arbeitsweise.
In vielen Verwaltungsstellen stehen Kaufleute mit Personen vieler Nationalitäten und Gesellschaftsschichten am Schalter und am Telefon in Kontakt. Eine freundliche und zuvorkommende Behandlung ist dabei unerlässlich.
Eidg. Reglement vom 24.1.2003
3 Jahre
in Gemeinde-, Stadt-, Kreis-, Bezirks- oder Kantonalverwaltungen
An der Berufsfachschule: 1. Jahr: 2 Tage, 2. Jahr: 1 ½ - 2 T., 3. Jahr: 1 Tag. Mit Berufsmaturität: 2 Tage pro Woche
Berufsbezogene Fächer:
Lernbereiche: Basiskurs; Information / Kommunikation / Administration; Wirtschaft und Gesellschaft; Deutsch, Fremdsprachen
zu diversen Themen
Lehrbegleitend nur mit dem Profil der erweiterten Grundbildung möglich (Profil M)
Nach dem 1. Lehrjahr
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Gelernte/r Kaufmann/-frau Basisbildung" oder "Gelernte/r Kaufmann/-frau erweiterte Grundbildung"
Angebote an Berufsfachschulen, Weiterbildungszentren sowie durch die Kantone
z.B. Fachmann/-frau Öffentliche Finanzen und Steuern, Fachmann/-frau Öffentliches Sozialwesen, Fachmann/-frau Öffentliches Planungs- und Bauwesen, dipl. Verwaltungsmanager/in, dipl. Gemeindeschreiber/in
Zivilstandsbeamter/-beamtin, Verwaltungsfachmann/-frau für Personalvorsorge, Direktionsassistent/in, Fachmann/-frau im Finanz- und Rechnungswesen usw. (alle mit eidg. Fachausweis)
Dipl. Verwaltungswirtschafter/in, dipl. Experte/Expertin in Rechnungslegung und Controlling, dipl. Steuerexperte/-expertin usw.
Bachelor FH in Business Administration mit Vertiefungsrichtung Public Management and Economics, Bachelor FH in Betriebsökonomie mit div. Vertiefungsrichtungen
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...