Eidg. Reglement vom 12.11.2003
Kältemonteure und -monteurinnen befassen sich mit der Montage von Kälte- und Klimaanlagen. Sie nehmen die Anlagen in Betrieb und sind für Wartungs- und Reparaturarbeiten zuständig.
Kältetechnik sorgt beispielsweise dafür, dass Lebensmittel frisch bleiben: bei der Produktion, im Lager, beim Transport, im Verkauf und bei den Konsumenten. Auch in der Industrie, in Forschungslabors und weiteren Bereichen werden Kühlanlagen benötigt. Kältemonteure befassen sich mit dem Einbau von solchen Anlagen.
Bei der Montage von Kälteanlagen orientieren sich Kältemonteurinnen an technischen Zeichnungen. Sie schneiden Leitungen aus Stahl und Kupfer zu, verlegen und isolieren sie. Danach montieren sie Komponenten wie Motoren, Pumpen, Armaturen, Steuer- und Regelapparate, nehmen die Elektro-Installationen vor und füllen das Kältemittel ein. Bei der Inbetriebnahme der Anlage führen sie eine Funktionskontrolle durch und protokollieren die Ergebnisse.
Kältemonteure bauen auch Klimaanlagen ein, die in Büros, Verkaufsräumen und Fabrikationshallen für frische Luft und stabile Temperaturen sorgen. Die von den Aggregaten abgegebene Wärme kann in Rückgewinnungsanlagen genutzt werden. Darum befassen sich Kältemonteure auch mit Wärmepumpen, die zum Heizen von Gebäuden durch Abwärmenutzung eingesetzt werden.
Die Wartung und Reparaturen von Kälte- und Klimaanlagen gehört ebenfalls zu den Aufgaben von Kältemonteurinnen: Sie führen Dichtheitskontrollen durch, setzen Apparate mittels Reparatur-Kits instand, ermitteln mit Hilfe von Schemavorlagen elektrische Störungen und beheben sie, indem sie die Apparate austauschen.
Bei ihrer Arbeit berücksichtigen Kältemonteure ökologische und energietechnische Aspekte. Sie kennen die Bestandteile und die Funktion eines Ökosystems, können die Umweltverträglichkeit verschiedener Kältemittel beurteilen und sind für die fachgerechte Entsorgung von Kältemitteln, Kältemaschinenölen sowie Kältemittel enthaltenden Geräten und Anlagen zuständig.
Kältemonteurinnen beherrschen handwerkliche Arbeiten wie Bohren, Feilen, Trennen, Löten und Schweissen. Daneben verfügen sie über Kenntnisse in Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Sie können auch mit Computern umgehen, die sie z.B. zur Überwachung von Anlagen und für Leistungskontrollen einsetzen.
Kältemonteure sind oft unterwegs, auf Baustellen oder im Servicedienst. Da Klima- und Kälteanlagen rund um die Uhr funktionieren müssen, leisten sie auch Pikettdienst.
Eidg. Reglement vom 12.11.2003
4 Jahre
Im Lehrbetrieb
1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule in Bern
Berufsbezogene Fächer:
Naturwissenschaftliche Grundlagen (Mathematik, Geometrie, Physik, Wärmelehre, Chemie, Werkstoffe, Luft, Feuchtigkeit, Nachhaltige Entwicklung), Kältetechnik (Kälteanwendung, Kältebedarf, Kältemittel, Komponenten, Kreislaufsysteme, Fachzeichnen etc.), Elektrotechnik (Grundlagen, Komponenten, Arbeitssicherheit, Normen).
zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmittelschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Gelernte/r Kältemonteur/in" sowie "Fachbewilligung Kältemittel" (erforderlich für den gewerbsmässigen Umgang mit Kältemitteln)
Angebote von Fach- und Berufsfachschulen, von Fachverbänden sowie von Zulieferbetrieben der Kältetechnik-Branche
In einem verwandten Beruf,
z.B. Heizungsinstallateur/in EFZ oder Sanitärinstallateur/in EFZ
Chefmonteur/in Kälte
Dipl. Haustechnikinstallateur/in (Heizung), dipl. Haustechnikplaner/in (Heizung)
Dipl. Techniker/in HF Kältetechnik, dipl. Techniker/in HF Klimatechnik
Bachelor FH in Gebäudetechnik
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...