Eidg. Reglement vom 10.1.1984 (in Revision)
Gipser/innen verputzen Wände, Decken und Aussenfassaden von Gebäuden. Sie erstellen aus Gipsbauplatten Zwischenwände, Deckenverkleidungen und Unterlagsböden, bringen Dämmungen an und ziehen Stuckaturen.
Beim Anbringen eines Verputzes arbeiten Gipser/innen immer seltener von Hand. Mit Hilfe moderner Applikationsmaschinen tragen sie den Mörtel auf Wände und Decken auf. In diesen Maschinen wird der angelieferte Fertigmörtel aufgemischt und in Schläuchen zum Einsatzort befördert. Mit Druckluft wird er an Decken und Wände gespritzt und anschliessend mit der Richtlatte glatt gezogen, bis eine ebene Fläche entsteht. Diese Methode erfordert Teamarbeit. Zur individuellen Raumgestaltung tragen Gipser/innen noch eine zweite Verputzschicht auf Wände und Decken auf: einen schmückenden Deckputz mit glatter oder strukturierter Oberfläche.
Gipser/innen erstellen auch nicht tragende Deckenbekleidungen, Zwischenwände sowie Unterlagsböden in Trockenbauweise, das heisst durch Verlegen von vorgefertigten Gipsbauplatten. Mit einer abgehängten Deckenbekleidung können Gipser/innen beispielsweise Rohre an der Decke verkleiden, die einen unschönen Anblick bieten. Dazu befestigen sie an der Decke Metallprofile und schrauben daran Gipsbauplatten fest. Sie verlegen auch Dämmungen für Wärme-, Schall- und Brandschutz.
Manchmal sind Gipser/innen an der Restaurierung alter Kirchen und denkmalgeschützter Häuser beteiligt. Sie erneuern Gipsverzierungen, so genannte Stuckaturen, oder versehen Fassaden mit speziellen Verputzstrukturen. Dabei wird der Mörtel gemäss den Eigenschaften des bestehenden Materials auf der Baustelle gemischt und von Hand verarbeitet. Die Verzierungen und Verputzstrukturen werden meistens in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege ausgeführt.
Gipser/innen arbeiten auf Neubauten, Umbauten und bei Renovationen und wechseln den Arbeitsplatz häufig. Sie arbeiten teils allein, mehrheitlich aber im Team. Mit ihrem guten Kontakt zur Bauleitung und den anderen Baufachleuten sorgen sie für einen reibungslosen Baufortschritt.
Eidg. Reglement vom 10.1.1984 (in Revision)
3 Jahre
In einem Gipserbetrieb
Blockkurse im Ausbildungszentrum des Schweiz. Maler- und Gipserunternehmer-Verbandes SMGV in Wallisellen ZH (pro Lehrjahr 10 Blockkurse à eine Woche). Lernenden mit weit entferntem Wohnort stehen Unterkünfte zur Verfügung.
Berufsbezogene Fächer:
Berufskunde, Fachzeichnen, Fachrechnen.
zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Gelernte/r Gipser/in"
Angebote von Fach- und Berufsfachschulen sowie des Schweiz. Maler- und Gipserunternehmer-Verbands SMGV
Maler/in
Stuckateur-Trockenbauer-Vorarbeiter/in SMGV
Polier/in Stuckateur/in-Trockenbauer/in (in Vorbereitung)
Gipsermeister/in (in Revision, der neue Titel lautet voraussichtlich Stuckateur-Meister/in)
Bildungsgänge im Fachbereich Bauwesen, z.B. Techniker/in HF Bauwesen
Studiengänge im Fachbereich Bauwesen, z.B. Bachelor FH in Bauingenieurwesen
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...