Eidg. Verordnung vom 7.10.2009
Geomatiker/innen vermessen Grundstücke, Gebäude und ganze Landstriche. Die erhobenen Daten setzen sie am Computer in Pläne, Karten und Dokumente um. Je nach Ausbildungsschwerpunkt unterscheidet sich ihr Einsatzgebiet.
Geomatiker/innen sind für vermessungstechnische Arbeiten im Hoch- und Tiefbau zuständig: Sie stecken Punkte im Gelände ab, erfassen und strukturieren raumbezogene Informationen. Damit erarbeiten sie Pläne oder stellen Daten und Grafiken zusammen. Je nach Schwerpunkt sind Geomatiker/innen auf die amtliche Vermessung, Geoinformatik oder Kartografie spezialisiert.
In der amtlichen Vermessung erfassen sie z.B. die genaue Lage von Liegenschaftsgrenzen, Gebäuden, Strassen und Mauern. Sie nehmen Vermessungen direkt im Gelände vor: Mit computer- und satellitengestützten Geräten wie GPS, Tachymeter und Reflektor bestimmen sie Fixpunkte, messen Höhenunterschiede, Strecken und Winkel, berechnen die exakten Stellen und markieren sie. Ihre Vermessungen dienen der präzisen Bestimmung des Grundeigentums, das im Grundbuch eingetragen wird. Geomatiker/innen aktualisieren die Einträge, falls z.B. wegen Bauvorhaben Änderungen anstehen. Da viele Grundstücke schon amtlich erfasst sind, müssen sie nicht immer Vermessungen durchführen. Bei Umbauten z.B. kontrollieren sie, ob alle gesetzlich verlangten Angaben vorhanden sind und erstellen aus den Daten entweder Pläne oder geben diese im verlangten Format heraus. Architekten können alsdann ihre Projekte einzeichnen und das Baugesuch einreichen.
In der Geoinformatik vermessen Geomatiker/innen kaum selbst im Feld, die Datenerfassung wird von Fachpersonen mit modernsten Messsystemen ausgeführt, etwa mit Kameras an Flugzeugen. Geomatiker/innen arbeiten meist am Computer mit spezialisierten Vermessungs-, CAD- und GIS-Programmen. Mit diesen Informatiksystemen werten sie die Geodaten aus, analysieren sie und erstellen z.B. digitale 3-D-Karten oder Geländemodelle fürs Internet. Sie liefern die Grundlage für die Raum- und Bauplanung sowie für technische, wirtschaftliche, ökologische und politische Entscheide.
In der Kartografie tätige Geomatiker/innen erstellen Kartenbilder. Sie gestalten die Grafiken am Computer mit verschiedenen Bearbeitungs- und Layout-Programmen. Ihr Ziel ist es, die reale Welt vereinfacht darzustellen und Strassen, Gebäude sowie Landschaften allgemein verständlich, ansprechend und lesbar zu veranschaulichen. Weil sich unsere Umwelt immerzu verändert, müssen Geomatiker/innen Karten regelmässig erneuern. Bei deren Bearbeitung stützen sie sich auf zusammengetragene Informationen und detaillierte Checklisten.
insbesondere für den Schwerpunkt amtliche Vermessung:
- Freude an der Arbeit im Freien bzw. Wetterfestigkeit
Schwerpunkt Geoinformatik:
- Interesse an Informatik
Schwerpunkt Kartografie:
- Sinn für Gestaltung
- gutes Farbunterscheidungs- und Nahsehvermögen
Eidg. Verordnung vom 7.10.2009
4 Jahre
10 Wochen Blockkurse pro Lehrjahr an der Baugewerblichen Berufsschule Zürich BBZ
Berufsbezogene Fächer:
Daten erfassen, Daten bearbeiten, Daten ausgeben, Arbeits- und Qualitätsstandards umsetzen
Zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Geomatiker/in EFZ"
Angebote von Berufsfachschulen, Höheren Fachschulen und Fachverbänden
Geomatiktechniker/in mit eidg. Fachausweis
z.B. Dipl. Techniker/in HF Bauplanung, Dipl. Techniker/in HF Tiefbau, Dipl. Techniker/in HF Hochbau, Dipl. Techniker/in HF Informatik, Dipl. Techniker/in HF für Medienwirtschaft und Medienmanagement (Visuelle Kommunikation)
z.B. Bachelor of Science (FH) in Geomatik, Bachelor of Science (FH) in Raumplanung, Bachelor of Science (FH) in Informatik, Bachelor of Arts (FH) in visueller Kommunikation
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...