Eidg. Verordnung vom 6.10.2009
Gebäudetechnikplaner/innen Heizung planen und berechnen Heizungsanlagen. Sie zeichnen die dazugehörenden Pläne, überwachen die Montage und nehmen die Anlagen in Betrieb.
Menschen verbringen heute einen Grossteil ihrer Lebenszeit in Gebäuden. Mit der Planung und Berechnung von Heizungsanlagen und wärmetechnischen Installationen sorgen Gebäudetechnikplaner/innen Heizung dafür, dass in geschlossenen Räumen eine behagliche Wärme herrscht.
Beim Neubau oder Umbau von Gebäuden klären Gebäudetechnikplaner/innen Heizung zuerst die Anforderungen an die zu planende Anlage ab. In Zusammenarbeit mit den Architekten, Ingenieurinnen und der Bauherrschaft projektieren sie eine wärmetechnische Anlage, die den Kundenwünschen entspricht sowie bauliche Gegebenheiten berücksichtigt. Sie achten auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, z.B. zur Luftreinhaltung und zum Gewässerschutz. Bei der Planung der Anlage greifen sie auf umfassende Kenntnisse zu verschiedenen Heizungssystemen zurück, wie etwa Raumheizungen, Wärmepumpen oder Fernheizungen. Sie ermitteln geeignete Energieträger und prüfen den Einsatz von erneuerbaren Energien wie Solarsystemen, denn Heizungsanlagen sollten möglichst energiesparend und umweltschonend sein.
Gebäudetechnikplaner/innen Heizung berechnen die Kosten der Anlagen und erarbeiten Offerten. Erhält ihr Betrieb den Zuschlag für die Erstellung einer wärmetechnischen Anlage, nehmen sie alle für die Ausführung nötigen Berechnungen vor. In der Detailbearbeitung zeichnen Gebäudetechnikplaner/innen zudem die genauen Pläne für die Herstellung und Montage der Anlagen. Diese dienen dem Montagepersonal als Arbeitsgrundlage. Die Projekt-, Ausführungs- und Detailpläne erstellen sie entweder mit Computerprogrammen (CAD) oder zeichnen sie von Hand.
Gebäudetechnikplaner/innen arbeiten oftmals auch in der Werkstatt oder direkt auf Baustellen, wo sie mit dem Montagepersonal, den Architektinnen oder der Bauherrschaft Details besprechen. Damit die Montagearbeiten reibungslos verlaufen, erstellen sie neben den Plänen auch Materiallisten, geben bei Lieferanten Bestellungen auf, überwachen Termine und das Einhalten von Brandschutzvorkehrungen. Im Arbeitsalltag schützen sie ihre eigene Sicherheit und Gesundheit. Fertige Anlagen setzen sie in Betrieb und kontrollieren deren Funktionstüchtigkeit. Ausserdem erstellen sie Betriebsanleitungen und geben Anweisungen zur sicheren Bedienung der wärmetechnischen Anlagen.
Eidg. Verordnung vom 6.10.2009
4 Jahre
In einem Betrieb für Heizungsinstallationen oder in einem Ingenieurbüro für Gebäudetechnik; Praktika im Magazin, in der Werkstatt und auf der Baustelle (mind. 3 Monate)
1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule (ergänzt durch Blockkurse)
Berufsbezogene Fächer:
Betriebsorganisation, Nachhaltigkeit, Arbeitssicherheit und Brandschutz, Mathematik, Werkstoffe, Grundlagen Chemie und Physik, Wärme- und Strömungslehre, Elektrotechnik, Messen - Steuern - Regeln, Bau- und Gebäudetechnik, Planungsprozess, Heizungsanlagen
Zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Gebäudetechnikplaner/in Heizung EFZ"
Angebote der Bildungszentren von suissetec und von Berufsfachschulen
Im Berufsfeld "Gebäudetechnikplanung": Gebäudetechnikplaner/in Lüftung EFZ oder Gebäudetechnikplaner/in Sanitär EFZ
Projektleiter/in Gebäudetechnik mit eidg. Fachausweis (BBT-Anerkennung beantragt), Energieberater/in Gebäude mit eidg. Fachausweis (BBT-Anerkennung beantragt)
z.B. Dipl. Techniker/in HF Gebäudetechnik, Dipl. Techniker/in HF Heizung(stechnik)
Bachelor of Science (FH) in Gebäudetechnik, Studienrichtung Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitärtechnik (Hochschule Luzern, Horw)
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...