Fachhochschulgesetz FHSG vom 6.10.1995 mit Änderung vom 17.12.2004
Forstingenieure und Forstingenieurinnen FH (Bachelor of Science) übernehmen anspruchsvolle Kaderfunktionen in der Forstwirtschaft. Sie leiten Unternehmen, führen Projekte durch und beraten Organisationen sowie Institutionen.
Forstingenieure FH stellen durch eine naturnahe Bewirtschaftung der Wälder sicher, dass deren Schutz-, Nutz-, Natur- und Erholungsfunktion langfristig erhalten bleibt. Sie verfügen über fundierte Kenntnisse zum Ökosystem Wald und dessen Nutzung, Pflege sowie Instandhaltung. Dies erlaubt es ihnen, in der Wald- und Forstwirtschaft sowie in angrenzenden Bereichen Projektleitungs-, Beratungs-, Planungs- und Managementaufgaben zu übernehmen.
Forstingenieurinnen FH arbeiten in Forstbetrieben, -unternehmen, öffentlichen Verwaltungen, Ingenieurbüros, Holzhandelsbetrieben, Verbänden, Organisationen oder in der Entwicklungshilfe. Je nach Spezialisierung und Anstellung unterscheiden sich ihre Tätigkeiten.
Forstingenieure FH berücksichtigen bei ihrer Arbeit immer die verschiedenen Ansprüche, denen der Wald genügen muss. Je nach Region treten verschiedene Waldleistungen in den Vordergrund. Im Gebirge z.B. beurteilen die Fachleute Naturgefahren und steuern mit geeigneten Massnahmen die Waldentwicklung. Sie planen und realisieren Waldpflegeprojekte und Schutzverbauungen oder entwickeln nachhaltige Bewirtschaftungskonzepte. Bei der Holzproduktion beraten sie z.B. Waldeigentümer zur korrekten Aufforstung und zum Holzschlag. An Bedeutung gewinnt der Wald auch für Erholungszwecke, Freizeit- sowie waldpädagogische Aktivitäten. Forstingenieure FH sind z.B. für die Planung und Umsetzung von Waldwegen, Waldlehrpfaden oder Vitaparcours verantwortlich.
Als Betriebsleiterinnen sind Forstingenieurinnen FH für eine wirtschaftliche Unternehmensführung zuständig, die immer auch eine langfristige und ökologische Waldnutzung gewährleisten muss. Sie erstellen bspw. Bewirtschaftungspläne, überprüfen Kennzahlen, Budget und Jahresbilanz des Betriebs, handeln Verträge aus, optimieren Arbeitsabläufe und Produktionsmittel oder befassen sich mit Personalfragen. In ihrer Verantwortung liegen oft auch Qualitätsmanagement, Logistik und Vermarktung der Forstprodukte.
Grösstenteils arbeiten Forstingenieure FH im Büro, sie führen aber auch Abklärungen und Messungen im Wald durch. Je nach Funktion des jeweiligen Waldbestandes arbeiten die Berufsleute eng mit verschiedenen Institutionen und Fachpersonen aus der Forst-, Holz- und Landwirtschaft, aus dem Umweltschutzbereich sowie mit Verwaltungen und Behörden zusammen. Sie beteiligen sich zudem an interdisziplinären Forschungsprojekten.
In der Regel gilt:
und
6-monatiges Praktikum in der Forstwirtschaft (z.B. in einem forstlichen Ingenieurbüro, Forstbetrieb oder in der Forstverwaltung)
oder
- Fachmaturität oder gymnasiale Maturität
und
1-jähriges Praktikum in der Forstwirtschaft (s.o.)
Bei Studienbeginn werden ausreichende Kenntnisse der deutschen und französischen Sprache vorausgesetzt.
Über Details sowie Voraussetzungen für Interessierte mit anderer Vorbildung informiert die SHL.
Fachhochschulgesetz FHSG vom 6.10.1995 mit Änderung vom 17.12.2004
Schweiz. Hochschule für Landwirtschaft SHL, Zollikofen (Unterricht auf Deutsch und Französisch)
3 Jahre, Vollzeit (Teilzeit entsprechend länger)
Der Studiengang beinhaltet Pflicht- und Wahlmodule aus Bereichen wie Naturwissenschaften u. Sprachen; Mathematik, Wirtschaftskunde u. Informatik; Ökosystem Wald, Gebirgswald u. Naturgefahren; forstliche Produktionsgrundlagen; forstliche Planung u. Grundlagen Holz. Zum theoretischen Unterricht kommen Praktika, Fallstudien und Exkursionen hinzu.
Vertiefungen (Majors):
Spezialisierungen (Minors):
- Unterricht u. Beratung
- Schonende Ressourcennutzung im ländlichen Raum
- Management u. Leadership
Eidg. anerkanntes Diplom "Bachelor of Science BFH in Forstwirtschaft"
Angebote der SHL, der Bildungszentren Wald Lyss und Maienfeld, von Silviva und Waldwirtschaft Schweiz etc.; eine Kursübersicht bietet die CODOC
Master of Science (FH) in Life Sciences - Angewandte Agrar- und Forstwissenschaften (mit Vertiefungen in Management von Wertschöpfungsketten in Land- und Forstwirtschaft, in nachhaltige Produktionssysteme in Land- und Forstwirtschaft oder in Land- und Forstwirtschaft im Wandel)
Master of Science ETH in Umweltnaturwissenschaften (Vertiefung in Wald- und Landschaftsmanagement)
Über die Zulassung mit Bachelor FH informiert die ETH. Diese kann Zusatzleistungen verlangen.
Angebote von Fachhochschulen und Universitäten/ETH in Bereichen wie Umweltbildung, Erdwissenschaften, Holzbau oder Entwicklungszusammenarbeit etc.
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...