Verordnung EVD Mindestvorschriften für Anerkennung von Bildungsgängen der HF vom 11.3.2005 und eidg. genehmigter RLP vom 12.4.2010
Förster/innen HF sind Fach- und Führungskräfte in der Waldwirtschaft und in waldverwandten Bereichen. Sie leiten Forstbetriebe, führen Mitarbeitende, verantworten die Waldbewirtschaftung und beteiligen sich am Vollzug des Waldgesetzes.
Als Fach- und Führungspersonen im Arbeitsumfeld von Wald, Natur und Landschaft übernehmen sie eine Reihe von Aufgaben:
Förster/innen HF sind zuständig für eine wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Waldbewirtschaftung. Sie entscheiden Fragen rund um die langfristige Beschaffenheit der Waldbestände und die notwendigen Massnahmen: Welche Bäume sollen gefällt, welche Bestände ausgelichtet oder verjüngt werden? Zudem beschäftigen sie sich mit baulichen Massnahmen wie Wegbau und -unterhalt, Hangsicherungen sowie Bach- und Lawinenverbauungen. Dabei berücksichtigen sie Lage, Topografie und Funktion des Gebiets, z.B. die Nutz-, Schutz- oder Erholungsfunktion des Waldabschnitts, aber auch ökonomische und ökologische Aspekte.
Bei den anfallenden Holzernte-, Waldpflege- und Bauarbeiten kalkulieren Förster/innen HF die Kosten. Sie organisieren die Arbeiten, planen und leiten den Einsatz von Mitarbeitenden und Maschinen und sorgen dafür, dass die Arbeiten effizient, fachgerecht und sicher ausgeführt werden. Bei Bedarf ziehen sie private Forstunternehmen bei oder realisieren die Arbeiten mit ihrem Team.
Verantwortlich sind Förster/innen HF je nach Anstellung auch für die forstpolizeiliche Aufsicht über ihr Gebiet. Sie überwachen den Zustand des Waldes hinsichtlich Umwelteinflüssen, Naturereignissen oder menschlichen Einwirkungen und reagieren gegebenenfalls mit den nötigen Massnahmen.
Zur Leitung öffentlicher oder privater Forstunternehmen gehören auch betriebswirtschaftliche, organisatorische und administrative Aufgaben. Förster/innen HF befassen sich z.B. mit Personalfragen, überprüfen die Betriebskennzahlen, erstellen die Jahresbilanz, machen Offerten und handeln Verträge aus oder sie kümmern sich um Holzverkauf und -vermarktung. Ausserdem verfassen sie Konzeptpapiere und leiten Projekte.
Förster/innen HF arbeiten mit anderen Berufsleuten zusammen. Zentral ist auch der Kontakt zu Behörden, privaten Waldbesitzern, politischen Instanzen, Umweltorganisationen und Verbänden etc. Sie führen Gespräche und Verhandlungen und betreiben aktiv Öffentlichkeitsarbeit. Sie halten z.B. Vorträge, leiten Exkursionen, gestalten waldpädagogische Programme oder Waldlehrpfade.
In der Regel gilt:
und
* Je nach Vorbildung variiert die Dauer der erforderlichen Berufserfahrung zwischen 1-3 Jahren und die Eignungsabklärung wird entsprechend angepasst.
Über Details informieren die Bildungszentren.
Verordnung EVD Mindestvorschriften für Anerkennung von Bildungsgängen der HF vom 11.3.2005 und eidg. genehmigter RLP vom 12.4.2010
Zuteilung via Wohnsitzkanton:
2-3 Jahre, Vollzeit
Die Ausbildung baut auf 7 Grundlagenmodulen auf, die vorgängig berufsbegleitend absolviert werden (Dauer: 1-1½ Jahre).
Die theoretische und die berufspraktische Ausbildung sind eng miteinander verknüpft. Im Vollzeitbildungsgang werden die Module durch mehrwöchige Praxisblöcke mit zahlreichen Übungen und Exkursionen ergänzt. Die Ausbildung schliesst mit einer Diplomarbeit und Prüfung ab.
Es stehen folgende Themenbereiche auf dem Lehrplan: Führung, Finanzen, Waldbau, Holzernte, Marketing / Verkauf, forstliche Infrastruktur / Schutzbauten, Biodiversität / Natur / Umwelt, hoheitliche Aufgaben, Personal, Kommunikation / Kooperation.
Eidg. anerkannter Titel "Dipl. Förster/in HF"
Angebote von diversen Bildungsinstitutionen, z.B. der Bildungszentren Wald Lyss und Maienfeld, von Silviva und Waldwirtschaft Schweiz WVS; eine Kursübersicht bietet die CODOC
Ranger/in mit Diplom des Bildungszentrums Wald Lyss
Bachelor of Science (FH) in Forstwirtschaft, Bachelor of Science (FH) in Holztechnik
Bachelor of Science ETH in Umweltnaturwissenschaften (Vertiefung in Wald und Landschaft)
Über die Zulassung informiert die ETH. Diese kann Zusatzleistungen verlangen.
Angebote von Höheren Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten/ETH in verwandten Bereichen
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...