Eidg. Verordnung vom 25.8.2009
Fahrzeugschlosser/innen fertigen besondere Aufbauten und Anhänger für Personen-, Nutz- und Spezialfahrzeuge. Sie bauen sie je nach Verwendungszweck um, montieren Zubehörteile und übernehmen Reparatur- und Wartungsarbeiten.
Fahrzeugschlosser/innen bauen, montieren und reparieren Fahrgestelle und Aufbauten für Anhänger, Personen-, Nutz- und Spezialfahrzeuge wie Reisebusse, Feuerwehrautos oder Tiefkühlfahrzeuge. Diese Fahrzeuge bauen sie je nach Verwendungszweck um und rüsten sie aus mit Kran- und Kippanlagen, Hebevorrichtungen, Gepäckträgern usw. Sie berücksichtigen technische Vorschriften und individuelle Wünsche ihrer Kundschaft.
Wichtigstes Arbeitsmaterial der Fahrzeugschlosser/innen ist Metall. Mit verschiedenen Bearbeitungsverfahren bringen sie Bleche, Rohre und Profile in die gewünschte Form: Sie formen sie durch Biegen, Strecken und Stauchen um, schneiden, sägen und bohren Werkstücke und verbinden diese mit Schweissen, Löten oder Nieten. Dafür stehen ihnen Handwerkzeuge, aber auch moderne Maschinen zur Verfügung. Vermehrt werden im Nutzfahrzeugbau auch Kunststoffe eingesetzt. Fahrzeugschlosser/innen kennen die speziellen Eigenschaften der Materialien.
Fahrzeugschlosser/innen lesen Schaltpläne und technische Zeichnungen. Für die Anfertigung von Aufbauten ziehen sie die Pläne als Arbeitsvorlagen heran. Dabei beginnen sie mit dem Gerippe, das dem Fahrzeug Form und Stabilität gibt. An dieses montieren sie die vorbereiteten Teile. Sie versehen Aufbauten oder Ladeflächen mit Holz- oder Metallbeplankungen, nehmen Anpassungen am Fahrgestell und an den Kotflügeln vor und statten das Fahrzeug mit Zubehör wie Werkzeugkisten, Halterungen oder Lampen aus. Manchmal setzen sie auch ganze hydraulische Anlagen zusammen oder bauen Klimaanlagen und Spezialausstattungen ein.
Zu den Aufgaben von Fahrzeugschlosser/innen gehören auch Wartungs- und Reparaturarbeiten. Sie sorgen z.B. für einen wirksamen Korrosionsschutz, führen Funktionstests durch, prüfen die Hydraulik von Kränen oder die Lenk- und Bremssysteme von Anhängern. Beschädigte oder abgenützte Teile ersetzen sie.
Fahrzeugschlosser/innen arbeiten alleine oder im Team. Die Arbeit mit Maschinen, Ausrüstungen und Werkzeugen ist mit Unfallgefahren verbunden, weshalb sie sich pflichtbewusst an die Vorgaben zur Sicherheit, Gesundheit und zum Umweltschutz halten.
Eidg. Verordnung vom 25.8.2009
4 Jahre
In einem Fahrzeugbaubetrieb oder in einer Carrosseriewerkstatt
1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Technische Grundlagen (Rechnen / Physik, Elektrotechnik, Stoffkunde, Fertigungsverfahren), betriebliche Grundlagen (Betriebslehre, Arbeitsplatz, Vorschriften), Fahrzeugtechnik (Elektrik / Elektrotechnik, Pneumatik, Hydraulik, Triebwerke, Fahrzeugdynamik), Herstellung und Instandhaltung (Zeichnen, Fahrwerk, Fahrzeugaufbau)
Zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Fahrzeugschlosser/in EFZ"
Angebote von Berufsfachschulen und des Schweiz. Carrosserieverbands VSCI
Fahrzeugschlosser/in mit eidg. Fachausweis, Schweissfachmann/-frau mit eidg. Fachausweis
Carrosseriemeister/in, Fachrichtung Schlosser/in
z.B. Dipl. Techniker/in HF Fachrichtung Metallbau
z.B. Bachelor of Science (FH) in Automobiltechnik
Zusatzausbildung bei einer Versicherungsgesellschaft
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...