Fachhochschulgesetz FHSG vom 6.10.1995 mit Änderung vom 17.12.2004
Ernährungsberater/innen FH (Bachelor of Science) beraten und schulen gesunde und kranke Menschen in Ernährungsfragen aller Art. Sie therapieren ernährungsbedingte Krankheiten und leisten Aufklärungs- sowie Erziehungsarbeit.
Eine zentrale Aufgabe von Ernährungsberater/innen FH ist die Beratung und Schulung kranker Menschen. Sie unterstützen Patientinnen und Patienten, die z.B. an Diabetes, Essstörungen, Nieren-, Herz- oder Kreislauferkrankungen leiden, ihr Ernährungsverhalten zu ändern. In Beratungsgesprächen beziehen sie die persönliche Lebenssituation, Ziele, Erwartungen und Befürchtungen der Betroffenen mit ein. Sie zeigen ihnen die Zusammenhänge zwischen der verordneten Ernährungstherapie und der damit verbundenen Ernährungsumstellung und ihrer Krankheit auf. Die Umstellung der Essgewohnheiten ist ein schwieriger Prozess, der mit viel Einfühlungsvermögen, Verständnis und Überzeugungskraft gemeinsam erarbeitet werden muss. Mit Menüplänen, Rezepten und Tipps zur Menügestaltung unterstützen Ernährungsberater/innen FH die Betroffenen bei der Umsetzung im Alltag.
Ernährungsberater/innen FH beraten nicht nur kranke Menschen. Ihr Wissen über ausgewogene und gesunde Ernährung geben sie auch in Einzelsitzungen, Ernährungskonzepten, Vorträgen und Seminaren an Interessierte jeden Alters weiter. Sie betreiben Ernährungserziehung im Sinne ganzheitlicher Gesundheitsförderung und Prävention. Sie bieten Hilfe zur Selbsthilfe, mobilisieren individuelle Ressourcen und klären über ungünstige Verhaltensweisen auf. Sie informieren zur sinnvollen Gewichtsreduktion, zum Nutzen gesunder Ernährung und regelmässiger körperlicher Bewegung.
Ernährungsberater/innen FH sind in einem komplexen, vielschichtigen und dynamischen Umfeld tätig. Darum aktualisieren sie ihr Wissen gezielt und integrieren die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse in ihre Tätigkeit. Neben Kenntnissen aus der Ernährungswissenschaft benötigen sie auch Wissen aus anderen Disziplinen wie Medizin, Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Nicht nur Diätetik, Lebensmittelrecht, -produktion und -verarbeitung sind für die Berufsausübung relevant, sondern auch Themen wie Sozialpsychologie, Beratungstheorie und Anatomie. Die interdisziplinäre Arbeitsweise spiegelt sich in der engen Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen des Sozial- und Gesundheitswesens, z.B. mit Ärztinnen, Pflegefachpersonal und Diätköchen. Je nach Einsatzort können sie sich zudem an wissenschaftlichen Studien und Projekten beteiligen.
In der Regel gilt:
und
Über Details zu den Zulassungsbedingungen und Praktikumsinhalten informiert die Fachhochschule.
Fachhochschulgesetz FHSG vom 6.10.1995 mit Änderung vom 17.12.2004
an der Berner Fachhochschule
3 Jahre Vollzeit, anschliessend 10-monatiges Praktikum
an der Berner Fachhochschule
Beratung von gesunden Menschen; psychologische, soziologische, physiologische Grundkenntnisse; Grundlagen und Vertiefungen in Kommunikation, Beratung, Ernährungswissenschaft, Recht, Prävention, Gesundheitsförderung etc.
- 3. + 4. Semester:
Beratung von kranken Menschen; Pathophysiologie und Pathopsychologie; klinisches Arbeiten; Diätetik etc.
- 5. + 6. Semester:
Beratung bei komplexen Diagnosen / Situationen und von Gruppen / Organisationen; ethische, berufspolitische Themen; Prävention, Gesundheitsförderung; Bachelorarbeit
- Semester übergreifend:
Praktika in versch. Berufsfeldern; Modulgruppen wie Lernen, Wissenschaftliches Arbeiten, Fachenglisch
"Bachelor of Science [FH] in Ernährung und Diätetik"
Master of Science (FH) in Ernährung und Diätetik (internationaler Kooperationsstudiengang in Planung)
Angebote von Fachhochschulen, Universitäten und der ETH; z.B. in Ernährung und Gesundheit, Management im Gesundheitswesen, Arbeit und Gesundheit, Gesundheitskompetenz, Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen
Angebote des SVDE Schweiz. Verbands dipl. Ernährungsberater/innen HF/FH, der Schweiz. Gesellschaft für Ernährung SGE, der Gesellschaft für klinische Ernährung der Schweiz GESKES, von Höheren Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...