Eidg. Verordnung vom 20.12.2006
Elektroplaner/innen EFZ planen, berechnen und zeichnen Stark- und Schwachstromanlagen für den Wohn-, Gewerbe- und Industriebereich. Ihr Hauptarbeitsplatz ist das Planungsbüro, ihr wichtigstes Arbeitsinstrument der Computer.
Elektroplaner EFZ arbeiten in der Planungsabteilung von Elektroinstallationsfirmen, Elektroingenieurbüros und Elektrizitätswerken. Je nach Unternehmen liegt der Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Energieversorgung oder Gebäudetechnik. In der Energieversorgung geht es um die Grobverteilung des Stroms, vom Kraftwerk über Hoch-, Mittel- und Niederspannungsschaltanlagen bis zum Verbraucher. In der Gebäudetechnik steht die Feinverteilung und Nutzung des Stroms innerhalb von Gebäuden im Vordergrund.
Je nach Anstellung und Arbeitgeber befassen sich Elektroplanerinnen mit ganz unterschiedlichen elektrischen Anlagen, z.B. mit Wärme- und Kraftanlagen, Steuer- und Regelanlagen, Einrichtungen der Telekommunikation, Erschliessungsnetzen für ganze Ortsteile oder mit öffentlichen Beleuchtungsanlagen.
Bei der Planung elektrischer Anlagen stützen sich Elektroplaner auf die Grundrisse der Architekten. Zuerst bestimmen sie die Erschliessungswege: Sie berechnen den Strombedarf und die erforderlichen Leitungen und Sicherungselemente. Ihre Ideen für Schemas und Installationen skizzieren sie anfangs von Hand. Sobald das Konzept ausgereift ist, erstellen sie die Detailpläne mit einem Computerprogramm (CAD). In den massstabgetreuen Installationsplänen, Schaltschrank- und Verdrahtungsschemas tragen sie alle Leitungen, Leitungsarten, Anschlüsse und Anlagen exakt ein. Diese Pläne dienen den Elektroinstallateuren dann für die Ausführung auf der Baustelle. Elektroplaner erstellen zudem Unterlagen, die anderen Unternehmen zur Kostenberechnung dienen.
Einfache Anlagen projektieren Elektroplanerinnen selbstständig. Bei komplizierteren Anlagen arbeiten sie eng mit Ingenieurinnen zusammen. Im Arbeitsalltag stehen sie auch in Kontakt zu weiteren Beteiligten, seien es Bauherren, öffentliche Ämter, ausführende oder liefernde Firmen sowie anderen Berufsleuten.
Der berufliche Alltag von Elektroplanern ist geprägt durch das genaue Einhalten geltender Normen und Sicherheitsvorschriften sowie Kosten- und Terminvorgaben. Ihr Hauptarbeitsplatz ist zwar das Planungsbüro, wo sie neben planerischen und zeichnerischen auch administrative Arbeiten erledigen. Sie sind aber auch auf dem Bau anzutreffen, wo sie Abklärungen für die Planung vornehmen oder die Ausführung der Installation überwachen.
Eidg. Verordnung vom 20.12.2006
4 Jahre
In einem Ingenieurbüro, einer Elektroinstallationsfirma oder einem Elektrizitätswerk
Zur praktischen Ausbildung gehört auch ein 6-monatiges Installationspraktikum.
Im 1./2. Lehrjahr 1½ Tage, im 3./4. Lehrjahr 1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Bearbeitungstechnik (z.B. Werkstoffe, Arbeitssicherheit), technologische Grundlagen (z.B. Mathematik, Elektrotechnik, Elektronik), technische Dokumentation (z.B. Anlagedokumentation, Regeln der Technik), elektrische Systemtechnik (z.B. Steuerungstechnik, Gebäudeautomation), Kommunikationstechnik (z.B. Kommunikationsanlagen)
Zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Elektroplaner/in EFZ"
Angebote von Berufsverbänden, Berufsfachschulen und technischen Instituten
Elektroinstallateur/in EFZ, Telematiker/in EFZ
Elektro-Sicherheitsberater/in mit eidg. Fachausweis, Elektro-Projektleiter/in mit eidg. Fachausweis, Telematik-Projektleiter/in mit eidg. Fachausweis
Dipl. Elektroplaner/in, Dipl. Elektroinstallateur/in, Dipl. Telematiker/in
Bildungsgänge im Fachbereich Technik, z.B. Dipl. Techniker/in HF Elektrotechnik oder Dipl. Techniker/in HF Gebäudetechnik
z.B. Bachelor of Science (FH) in Elektrotechnik, Bachelor of Science (FH) in Gebäudetechnik (Studienrichtung Gebäude-Elektroengineering)
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...