Eidg. Verordnung vom 28.11.2008
Drucktechnologen und -technologinnen fertigen verschiedene Druck- und Reprografieprodukte. Sie planen die Produktion, richten die Maschinen ein und überwachen die Herstellung.
Drucktechnologen sind zuständig für das Bedrucken verschiedener Materialien mit Texten und Bildern. Meist übernehmen sie im Team Arbeitsschritte vom Anfang bis zum Schluss: Sie nehmen Aufträge von Kunden oder der Druckvorstufe entgegen, richten Maschinen ein, messen Farben aus, spannen das zu bedruckende Material ein, überwachen den Druckprozess und greifen bei Störungen ein. Je nach Fachrichtung unterscheiden sich ihre Aufgabenbereiche:
Drucktechnologinnen der Fachrichtung Bogendruck produzieren Geschäfts- und Werbedrucksachen, Prospekte, Plakate, Kalender oder Verpackungen. Die ein- oder mehrfarbigen Produkte fertigen sie mit leistungsstarken Offsetdruckmaschinen. Für jeden Auftrag müssen sie die Maschinen neu einstellen und programmieren, Papierbögen aufsetzen und die Farben abstimmen. Den Druck überwachen sie mit modernen Messtechniken.
Druckerzeugnisse mit hohen Auflagen wie Zeitungen, Zeitschriften oder Verpackungen werden von Drucktechnologen der Fachrichtung Rollendruck produziert. Sie erhalten den Druckträger auf einer Rolle, auf der bis zu 20'000 Meter Papier aufgewickelt sind. Die tonnenschweren Papierrollen bedrucken, schneiden und falzen sie mit den entsprechenden Maschinen und Geräten.
Auf Siebdruck spezialisierte Drucktechnologinnen sind viel handwerklich tätig und haben ein besonderes Auge für Farben. Im Gegensatz zu den anderen Druckverfahren werden hier auch dreidimensionale Gegenstände bedruckt, z.B. Metalle, Kunststoffe, Glas, Keramik und Textilien.
In der Reprografie beschäftigen sich Drucktechnologen mit der Vervielfältigung von analogen oder digitalen Vorlagen. In Kopierzentren kopieren sie z.B. Visitenkarten, Briefpapier oder Grossformatplakate. Die Berufsleute stehen oft in direktem Kundenkontakt. Sie beraten diese, erledigen Arbeiten am Computer, bedienen die Kopieranlagen und schneiden, falzen oder heften die Aufträge.
Bei ihrer Arbeit halten Drucktechnologinnen die Vorschriften zur Arbeitssicherheit sowie zum Umwelt- und Gesundheitsschutz ein. Sie kennen z.B. Gefahren, die durch Chemikalien bestehen. Indem sie bspw. Handschuhe und Atemschutzmasken tragen, schützen sie sich selbst. Indem sie Abfallprodukte richtig entsorgen, schützen sie Mitarbeitende und die Natur.
Je nach Fachrichtung sind die Anforderungen unterschiedlich stark gewichtet.
Eidg. Verordnung vom 28.11.2008
4 Jahre
In einem grafischen Betrieb
1 - 2 Tage pro Woche an der Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Grundlagen der Drucktechnologie, Materialien, Kundenkontakt, Produktionsplanung und -steuerung, Datenhandling, Formenherstellung, Drucken, Weiterverarbeitung
3 Kurse zu den Themen:
Grundlagen, Formenherstellung; Datenhandling, Drucken; Drucken, Messtechnik
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis als "Drucktechnologe/-login EFZ"
Angebote von Berufsfachschulen sowie der Fachverbände Viscom, PBS, VSD, VSDS und Copyprintsuisse
z.B. Druckkaufmann/-frau mit eidg. Fachausweis (EFA), Betriebsfachmann/-frau Drucktechnologie mit eidg. Fachausweis (Erweiterung um Verpackungstechnologie geplant); oder in verwandten Bereichen z.B. Typografische/r Gestalter/in für visuelle Kommunikation mit eidg. Fachausweis, Techno-Polygraf/in mit eidg. Fachausweis
Publikationsmanager/in mit eidg. Diplom (ED)
z.B. Dipl. Techniker/in HF Medienwirtschaft und Medienmanagement, Dipl. Techniker/in HF Polygrafie
z.B. Bachelor FH in Medieningenieurwesen
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...