Eidg. Verordnung vom 15.12.2005
Chemie- und Pharmatechnologen und -technologinnen stellen mit automatisierten Fabrikationsanlagen chemische, biologische und pharmazeutische Produkte her. Sie sind verantwortlich für die Vorbereitung, Durchführung und Kontrolle des Produktionsprozesses.
Chemie- und Pharmatechnologen arbeiten in Produktions-, Entwicklungs- und Versuchsbetrieben der chemischen, pharmazeutischen, biotechnologischen sowie der Lebensmittel- und Kunststoffindustrie. Sie steuern und überwachen automatisierte Fabrikationsanlagen, mit denen beispielsweise Medikamente, Pflanzenschutzmittel, Farbstoffe und Kosmetika hergestellt oder veredelt werden. Da viele Prozesstätigkeiten zwei oder mehr Personen erfordern, arbeiten sie meist in Teams.
Chemie- und Pharmatechnologinnen planen die Produktionsprozesse, berechnen die benötigten Rohstoffmengen und stellen diese bereit. Nachdem sie die Anlagen vorbereitet haben, starten sie die Produktion. Um die richtigen Produkte zu erhalten, müssen sie die korrekten Rohstoffmengen zur richtigen Zeit einbringen und dafür sorgen, dass Werte wie Temperatur, Druck und Zugabegeschwindigkeit genau stimmen. Damit die Produktionsabläufe bei Defekten nicht zu lange unterbrochen werden, führen sie kleinere Reparaturen selbständig aus oder handeln situationsbezogen bei Störungen im Prozessablauf. Während der Arbeit schützen sie sich mit Helm, Sicherheitsbekleidung, Schutzbrille und Atemschutzmaske. Sie halten sich genau an die Sicherheits-, Fabrikations- und Umweltschutzvorschriften.
Moderne Produktionsanlagen sind computergesteuert. Die einzelnen Prozessschritte wie zum Beispiel die chemische Reaktion, Fermentation, Tablettierung, Destillation oder Filtration werden automatisch eingeleitet. Von der Schaltwarte aus und vor Ort überwachen und protokollieren Chemie- und Pharmatechnologen den gesamten Produktionsprozess und halten wichtige Prozessparameter wie Druck und Temperatur fest. In bestimmten Prozessphasen ziehen sie auch Muster und analysieren diese im Labor. Bei Abweichungen ergreifen sie sofort die nötigen Massnahmen. Nach beendeter Produktion reinigen sie die verwendeten Anlagenteile und führen Funktionskontrollen sowie kleinere Wartungsarbeiten durch. Sie rezyklieren und entsorgen Abfälle fachgerecht.
Chemie- und Pharmatechnologen beteiligen sich auch an der Verbesserung bestehender oder an der Entwicklung neuer Prozessverfahren. Sie bauen Laborversuchs- oder Pilotierungsanlagen auf und führen Versuche durch. Zusätzlich arbeiten sie mit bei Risikoanalysen von Apparaturen und Anlagen.
Eidg. Verordnung vom 15.12.2005
3 Jahre
In einem Produktionsbetrieb der chemischen, agrochemischen, biotechnologischen, pharmazeutischen oder kosmetischen Industrie
1½ Tage pro Woche an einer Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Technologie (Grundlagen, Anwendung), Chemie / Ökologie, Rechnen / EDV, Englisch / Fachenglisch
Sicherheit im Betrieb / betriebliches Verhalten, Umgang mit chemischen Roh- / Prozessstoffen / technischen Grundoperationen, Praxistransfer
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Chemie- und Pharmatechnologe/-login EFZ"
Angebote von Firmen, von aprentas, von Berufsfachschulen und Berufsverbänden
Dipl. Chemietechnologe/-login
Dipl. Techniker/in HF, Fachrichtung Unternehmensprozesse
Bachelor of Science (FH) in Chemie, Bachelor of Science (FH) in Life Technologies mit Vertiefung Molecular Life Sciences oder Life Sciences Technologies, Bachelor of Science (FH) in Biotechnologie
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...