Bewirtschaftet den Bauernhof nach ökologischen Anbau- und Tierhaltungsmethoden. Produziert biologisches Gemüse, Früchte oder Getreide, betreibt Milch- und Fleischwirtschaft oder Eierproduktion. Vermarktet mit unternehmerischem Geschick die eigenen Produkte.
Biobäuerinnen bauen Getreide, Gemüse, Kartoffeln Obst, Beeren oder Kräuter an und/oder halten Kühe, Schweine, Ziegen, Schafe und Hühner. Sie berücksichtigen die ökologischen Kreisläufe und nutzen die natürlichen Ressourcen nachhaltig.
Sie wählen die Kulturpflanzen und Fruchtfolgen so aus, dass das ökologische Gleichgewicht bewahrt und Nützlinge gefördert werden. Bei der Düngung und Schädlingsbekämpfung nutzen sie umweltverträgliche Methoden und Produkte.
Nutztiere werden artgerecht gehalten und gefüttert. Die Tiere brauchen entsprechend Auslauf und Kontakt zu Artgenossen. Biobauern züchten Jungtiere, halten Ställe instand und melken z.T. mit modernen, computergesteuerten Melkmaschinen.
Gearbeitet wird oft im Freien. Die Arbeitstage werden durch die Jahreszeiten und das Wetter bestimmt und können lang sein. Für die meisten Arbeiten stehen moderne Hilfsmittel wie Maschinen oder Computer zur Verfügung. Mit diesen werden z.B. die Nährstoffbilanz des Bodens, Futtermittelmenge und -zusammensetzung oder Produktequalität kontrolliert, gemessen und berechnet.
Um auf dem rauhen Markt bestehen zu können müssen Biobauern den Betrieb nach modernen marktwirtschaftlichen Kriterien führen. Gute Kommunikation mit Grossabnehmern und Privatkundschaft ist wichtig. Ein Gespür für nationale und internationale Entwicklungenhilft, innovativ auf sich ändernde Bedingungen zu reagieren. Viele Biobäuerinnen spezialisieren sich auf Nischenprodukte, ergänzen ihren Betrieb mit einem Hofladen, bieten im Internet ihre Produkte mit Heimlieferservice an oder ermöglichen Ferien auf dem Bio-Bauernhof.