Eidg. Verordnung vom 20.12.2006
Automobil-Mechatroniker/innen führen bei Personenwagen oder Nutzfahrzeugen Systemprüfungen und einfache Diagnosearbeiten durch. Sie übernehmen Wartungs- und Reparaturarbeiten an Motor, Antrieb, Fahrwerk und Elektronik.
Automobile weisen immer mehr elektronisch gesteuerte Komponenten auf. Automobil-Mechatroniker/innen verfügen über vertiefte Kenntnisse in der Fahrzeugelektronik und können entsprechende Anlagen fachgerecht installieren, einstellen, überprüfen, warten und reparieren. Daneben sind sie auch für anspruchsvolle Reparaturen mechanischer Teile zuständig.
Wegen der Komplexität moderner Fahrzeuge nehmen Automobil-Mechatroniker/innen technische Dokumente, Schemas und Schaltpläne zu Hilfe. Sie können diese interpretieren und anwenden. Da bei ihrer Arbeit schon kleine Nachlässigkeiten zu Unfällen führen können, arbeiten sie exakt und konzentriert. Sie halten sich strikte an die Sicherheits- und Gesundheitsschutzvorschriften.
Mit computerunterstützten Mess- und Diagnosegeräten führen Automobil-Mechatroniker/innen Systemprüfungen und einfache Diagnosearbeiten durch. Damit testen sie die Funktionsfähigkeit der verschiedenen Komponenten von Motor, Antrieb, Fahrwerk und Fahrzeugelektronik. Sie kontrollieren beispielsweise Radaufhängung, Batterie, Starter, Automatengetriebe, Bremsen und ABS, Klimaanlagen, Tempomate usw. Sie messen Zünd- und Einspritzsysteme aus und führen Einstellarbeiten an Lenksystemen und Ventilen durch. Defekte Teile ersetzen sie. Ausserdem führen sie Abgasmessungen durch.
Zuständig sind Automobil-Mechatroniker/innen auch für anspruchsvolle Reparaturen. Dafür bauen sie ganze Anlagen oder Teile davon fachgerecht aus dem Fahrzeug aus, zerlegen und ersetzen oder reparieren sie. Beim Einbau neuer Teile schliessen sie elektronische Komponenten an und stellen sie richtig ein. Nach Kundenwünschen oder für Spezialfahrzeuge installieren sie Zusatzeinrichtungen wie Alarm- oder Signalanlagen, Navigationssysteme und Zusatzbeleuchtungen.
Automobil-Mechatroniker/innen beraten ausserdem die Kundschaft kompetent und lagern, bewirtschaften und entsorgen Betriebsstoffe umweltgerecht.
Eidg. Verordnung vom 20.12.2006
4 Jahre
In einer Werkstatt für Personenwagen oder Nutzfahrzeuge
1. - 3. Ausbildungsjahr 1½ Tage, im 4. Jahr 1 Tag pro Woche an der Berufsfachschule
Berufsbezogene Fächer:
Rechnen / Physik, Elektrotechnik, Stoffkunde / Fertigungstechnik, Kommunikation / Kundendienst (inkl. technisches Englisch), technische Informationen, Vorschriften, Informatik, Elektrik / Elektronik, Motor, Antrieb, Fahrwerk
Zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.
Lernende erwerben während der Grundbildung den Fahrausweis für Personenwagen bzw. Nutzfahrzeuge.
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Automobil-Mechatroniker/in EFZ"
Angebote des AGVS Autogewerbeverbandes der Schweiz und von Berufsfachschulen
Prüfung in der jeweils anderen Fachrichtung nach 1 Jahr entsprechender Berufspraxis
Mit eidg. Fachausweis:
Dipl. Automobilkaufmann/-frau
z.B. Dipl. Techniker/in HF Maschinenbau, Dipl. Techniker/in HF Elektrotechnik
Bachelor of Science (FH) in Automobiltechnik
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...