Eidg. Verordnung vom 10.5.2010
Augenoptiker/innen beraten in Fachgeschäften für Augenoptik die Kundschaft und verkaufen Brillen, Sehhilfen und optische Geräte. Im Atelier stellen sie die Brillen her. Sie führen auch administrative Arbeiten aus.
In Fachgeschäften für Augenoptik verkaufen Augenoptiker/innen Brillen und Kontaktlinsen für verschiedene Anwendungen wie Beruf, Freizeit, Hobby und Sport. Sie bieten auch optische Geräte an wie Ferngläser und Lupen oder Messinstrumente wie Barometer.
Der Kauf einer neuen Brille ist für die Kundschaft nichts Alltägliches. Augenoptiker/innen erkundigen sich zuerst nach den Wünschen und Bedürfnissen der Käufer/innen. Gestützt auf diese Angaben und die Verordnung (Brillenrezept) eines Optometristen FH, einer diplomierten Augenoptikerin oder eines Augenarztes zeigen Augenoptiker/innen die verschiedenen Möglichkeiten einer Korrektur auf. Zusätzlich stellen sie den Augenabstand fest und berechnen die erforderlichen Daten. Die erfassten Werte bilden die Basis für die Stärke und die Eigenschaften der Brillengläser.
In der Kundenberatung achten Augenoptiker/innen darauf, welche Brillenfassung am besten zur Gesichtsform und zum Typ der jeweiligen Person passt und berücksichtigen modische und ästhetische Aspekte. Sie erklären z.B. die Vor- und Nachteile von einzelnen Brillen und Kontaktlinsen. Je nach Sehkorrektur, Anwendung, Brillenmodell und Glasgrösse ist entscheidend, welches der verschiedenen Brillengläser in Frage kommt. Für die Beratung sind zudem Wissen in Anatomie, Physiologie und Augenkunde unerlässlich.
In der Regel beziehen Augenoptiker/innen die Gläser als Halbfabrikate bei der Lieferfirma. Im Atelier messen sie die gelieferten Gläser aus, zentrieren sie und bearbeiten sie mit computergesteuerten Schleifautomaten. Anschliessend passen sie die Gläser in die Fassung aus Metall oder Kunststoff ein. Exaktes Arbeiten und geschickte Hände sind dabei wichtig. Danach passen sie die fertige Brille der Kopfform der Träger/innen an, bis sie druckfrei sitzt und einen optimalen Sehkomfort ermöglicht. Sie erklären der Kundschaft, wie sie Kontaktlinsen oder Brillen handhaben und pflegen sollen. Kleine Korrekturen und Reparaturen an der Fassung führen sie selbstständig aus.
Augenoptiker/innen bestellen bei den Lieferanten die verschiedenen Artikel und Ersatzteile, kontrollieren die Warenlieferung und sorgen für die korrekte Lagerung. Sie schreiben die Preise an und verwalten Liefer- und Kundendaten am Computer.
Eidg. Verordnung vom 10.5.2010
4 Jahre
In einem Augenoptikfachgeschäft
2 Tage pro Woche (1. Lehrjahr) bzw. 1 Tag pro Woche (2.-4. Lehrjahr) an der Berufsfachschule in Bern, Olten oder Zürich
Berufsbezogene Fächer:
Ausführung von Werkstattaufträgen und administrativen Arbeiten, Beratung und Verkauf von Einstärkengläsern, Beratung und Verkauf von Mehrstärkengläsern, Beratung und Verkauf von zusätzlichen Produkten und Dienstleistungen
Zu verschiedenen Themen
Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden (für eine Weiterbildung unerlässlich).
Eidg. Fähigkeitszeugnis "Augenoptiker/in EFZ"
Angebote des Schweizer Optikverbands SOV sowie von Berufsfachschulen
Bachelor of Science (FH) in Optometrie (an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW)
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...