MiVo-HF vom 11.3.2005 (mit Änderung vom 20.9.2010) und eidg. genehmigter RLP vom 18.8.2008
Aktivierungsfachfrauen und -männer HF arbeiten mit körperlich, geistig und/oder dementiell erkrankten Menschen. Mit therapeutischen Mitteln und Methoden erhalten, fördern und reaktivieren sie deren Ressourcen und Fähigkeiten.
Aktivierungsfachfrauen HF gestalten Angebote für Einzelne und Gruppen anhand musischer, gestalterischer, kognitiver und lebenspraktischer Aktivitäten. Mit diesen therapeutischen Mitteln unterstützen, erhalten, fördern und reaktivieren sie die körperlichen, geistigen und psychosozialen Fähigkeiten ihrer Klientinnen. Zur Steigerung und Erhaltung der Lebensqualität sollen diese die eigenen Ressourcen und Interessen aktiv nutzen und möglichst viel selbstständig tun und entscheiden können.
Zentral in der Arbeit von Aktivierungsfachmännern HF ist die Aktivierungstherapie. Dabei sammeln die Fachpersonen ganzheitlich Informationen zur Biografie, zur Krankengeschichte und zur aktuellen Lebenssituation der Klienten. Je nach Behinderungen und Einschränkungen, vorhandenen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Interessen definieren sie die therapeutischen Ziele und Massnahmen. Sie legen das Vorgehen fest, wählen geeignete Therapieformen und erstellen einen Therapieplan. Mit aktivierungstherapeutischen Mitteln und Methoden fördern und reaktivieren sie die Ressourcen ihrer Klienten. Die Beobachtungen, Erfahrungen und Resultate ihrer Arbeit dokumentieren und bewerten sie und leiten daraus die Konsequenzen für die weiterführende Therapie ab.
In der aktivierenden Alltagsgestaltung vermitteln Aktivierungsfachpersonen HF ihren Klientinnen eine Tages- und Wochenstruktur. Sie ermöglichen es Betroffenen, sich trotz Einschränkungen erfolgreich und nützlich zu fühlen, z.B. mit Kochen, Waschen oder Gartenarbeiten. Unter Berücksichtigung der Interessen bereichern sie deren Alltag auch durch Rituale, Feiern und kulturelle Anlässe, die sie planen, organisieren, durchführen und evaluieren. Dies bringt Freude und Abwechslung in den Alltag der Klientinnen und ermöglicht ihnen, Sozialkontakte zu knüpfen und Integration zu erleben.
Je nach Position verantworten Aktivierungsfachpersonen HF den gesamten Bereich der Aktivierung. Sie leiten ein Team und sind zuständig für die Selektion, den Einsatz, die Anleitung und Schulung von Mitarbeitenden. Sie garantieren den Informationsfluss zwischen den Beteiligten, den Fachpersonen und -stellen und nehmen an Rapporten und Sitzungen teil. Dadurch vernetzen und koordinieren sie ihre Aufgaben mit denen der anderen Berufsgruppen im pflegerischen, betreuenden und therapeutischen Bereich.
In der Regel gilt:
und
Bereits erbrachte Vorbildungen können von den Ausbildungsanbietern angerechnet werden. Die Ausbildungszeit kann sich verkürzen.
Über Details zu weiteren Zulassungsbedingungen und zum Aufnahmeverfahren informieren die Bildungsanbieter.
MiVo-HF vom 11.3.2005 (mit Änderung vom 20.9.2010) und eidg. genehmigter RLP vom 18.8.2008
3 Jahre, Vollzeit
Die theoretische Ausbildung an der Schule wechselt sich ab mit Praxiseinsätzen in zwei unterschiedlichen Institutionen bzw. Einsatzbereichen der Aktivierung. In der Regel wird an 1-2 Tagen pro Woche die Schule besucht, die restlichen Wochentage werden in der Berufspraxis absolviert oder stehen zum Selbststudium zur Verfügung. Die schulische Theorieausbildung wird durch Blockwochen ergänzt.
Geschult werden die folgenden Arbeitsprozesse:
Aktivierende Alltagsgestaltung, Aktivierungstherapie, Interaktion und Beziehungsgestaltung, Qualität, Berufsentwicklung, Wissensmanagement sowie Führung und Konzeption des Bereichs Aktivierung
Eidg. anerkannter Titel "Dipl. Aktivierungsfachmann/-frau HF"
Angebote der Ausbildungsstätten, des Schweiz. Verbands der Aktivierungsfachfrauen und -fachmänner SVAT sowie weiterer Bildungsinstitutionen
Bei entsprechender schulischer Vorbildung Studiengänge in verwandten Bereichen, z.B. Bachelor of Arts (FH) in Musik und Bewegung, Bachelor of Science/Arts (FH) in Sozialer Arbeit (Schwerpunkt Sozialpädagogik), Bachelor of Science (FH) in Ergotherapie, in Pflege, in Physiotherapie oder in Angewandter Psychologie
Angebote von Höheren Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten in verwandten Fachbereichen
Idee, Organisation und Durchführung: Wirtschaftskammer Baselland
In Partnerschaft mit dem Kanton Basel-Landschaft
In Zusammenarbeit mit der Stadt Liestal
Das Hauptbild dieser Webseite stammt von einer vergangenen Berufsschau. Die Erscheinungsreihenfolge ist rein zufällig und reflektiert keinesfalls irgendeine Geschlechterpräferenz. mehr...